Rainbow Books
Mit Rainbow Books (englisch für Regenbogenbücher) werden die Standards bezeichnet, die für die CD offiziell zulässig sind. CDs, die einem dieser Standards folgen, dürfen mit einem entsprechenden CD-Logo gekennzeichnet werden. Jedem Standard ist eine Farbe zugewiesen, entsprechend der Umschlagfarbe des Buches, in dem er veröffentlicht wurde.
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Red Book
Das Red Book (englisch für Rotes Buch) enthält die technische Spezifikation der Compact Disc Digital Audio (CDDA, Audio-CD) und wurde von Philips und Sony 1980 festgelegt. Er beschreibt als erster CD-Standard die physikalische Aufteilung (Blöcke, Rahmen mit 24 Byte Kapazität, etc.), den Fehlerkorrekturmechanismus und das Kodierungsverfahren. CDs nach diesem Standard speichern Stereo-Audiodaten mit 16 Bit Auflösung und einer Abtastrate von 44,1 kHz. Eine CD nach Red Book-Standard darf maximal 99 Tracks (Titel) enthalten. Jeder Track muss mindestens vier Sekunden lang sein.
Red-Book-konforme CDs müssen die aus heutiger Sicht nur geringe Übertragungsrate von 150 KB/s gewährleisten (definiert die Bezugsgröße 1×-Geschwindigkeit). Durch diese niedrige Anforderung und der damit einhergehenden geringen Umdrehungszahl waren sogenannte Shape-CDs möglich, CDs mit vom Kreis abweichenden Konturen und möglichen Unwuchten. Beim Abspielen mit höheren Geschwindigkeiten als 1× (wie bei CD-ROM-Laufwerken üblich) kann das Laufwerk beschädigt werden. Shape-CDs sind heute fast gänzlich vom Markt verschwunden. Eine Ausnahme stellen die symmetrischen Visitenkarten-CDs dar.
Das Red Book definiert nur die reine Audio-CD, die keine Datentracks oder Kopierschutzmechanismen verwendet. Hybride CDs (Audiotracks und ein Computerdatentrack) definiert das Blue Book (CD-Extra), kopiergeschützte CDs entsprechen gar keinem Standard der Bücherterminologie, da bei diesen absichtlich die Standards verletzt werden. Das geschieht zum Beispiel durch fehlerhafte Daten, die so konzipiert sind, dass die meisten reinen Audio-CD-Player dadurch nicht irritiert werden; siehe auch Audio-CD: Kopierschutz.
Yellow Book
Das Yellow Book (englisch für Gelbes Buch) ist der 1985 definierte Standard für Daten-CDs (CD-ROM) und eine Erweiterung des Red Books. Es ist betriebssystemunabhängig.
Im Unterschied zu dem im Red Book festgelegten Standard für Audio-CDs müssen bei einer CD-ROM laut Yellow Book die Sektoren einzeln ansprechbar sein, was eine durchgehende Adressierung am Beginn jedes Sektors nötig macht. Des Weiteren gibt es zwei verschiedene sog. Aufzeichnungsverfahren, von denen immer nur einer pro Sektor verwendet werden kann.
Das Yellow Book sieht zwei Modi vor:
CD-ROM Mode 1
Der gebräuchlichere Mode 1 ermöglicht pro Sektor eine Speicherkapazität von 2048 Byte. Es werden neben der bereits im Red Book definierten Fehlerkorrektur (LEC) zusätzliche Korrekturdaten (12 Bytes Sync, 288 Bytes FEC) verwendet, was die durchschnittliche Fehlerquote senkt, aber gleichzeitig die Nutzdaten pro Sektor reduziert.
CD-ROM Mode 2
Der CD-ROM Mode 2 enthält im Gegensatz zum Mode 1 keine Fehlerkorrektur (LEC), was die Speicherkapazität der Sektoren auf 2336 Byte erhöht. Aufgrund dieses fehlenden Zusatzes wurde der Mode 2 nur für Video- und Audiodaten verwendet und erreichte nie die Verbreitung von Mode 1. Er wurde durch CD-ROM/XA ersetzt, der in einer erweiterten Version des Yellow Book definiert wurde. Dieser Standard wird manchmal auch irrtümlicherweise als CD-ROM Mode 2 bezeichnet.
Die überarbeitete Fassung dieses Standards wird auch als High Sierra bezeichnet und entspricht der ISO 9660-Norm, in der unter anderem geregelt ist, wie die Daten auf der CD-ROM gespeichert werden.
1989 wurde von Philips, Microsoft und Sony eine erste CD-ROM/XA-Spezifikation vereinbart, die 1991 überarbeitet im so genannten Extended Yellow Book herausgegeben wurde.
Dateisysteme
Das Yellow Book spezifiziert nur auf niedriger, hardwarenaher Ebene, wie Bits auf der CD gespeichert sind. Um eine weitgehend geräte- und betriebssystemunabhängige Speicherung von Daten zu gewährleisten, wurden auf abstrakterer Ebene Dateisystem-Standards eingeführt, die auf dem Yellow Book basieren: Zunächst der ISO-9660-Standard, als Erweiterung davon dann Joliet und Rockridge.