Naturpark Hochtaunus
| Naturpark Hochtaunus | ||
|---|---|---|
| Lage: | Hessen, Deutschland | |
| Nächste Stadt: | Frankfurt, Gießen, Limburg, Wetzlar, Wiesbaden | |
| Fläche: | 1201,65 km² | |
| Gründung: | 1962 | |
| Adresse: | Zweckverband “Naturpark Hochtaunus” Brandholz 1 | |
| Panorama des Hochtaunus vom östlichen Hintertaunus | ||
Der Naturpark Hochtaunus ist ein Naturpark mit einer Fläche von 120.165 Hektar (1201,65 km²). Er ist einer von zwei hessischen Naturparks im Taunus und umfasst Gebiete im Hochtaunuskreis, Lahn-Dill-Kreis, Landkreis Limburg-Weilburg, Main-Taunus-Kreis, Wetteraukreis sowie im Landkreis Gießen. Diese Landkreise haben mit der Stadt Frankfurt am Main einen Zweckverband gebildet mit der Aufgabe, in diesem als Erholungsgebiet besonders geeigneten Raum die heimische Pflanzen- und Tierwelt zu schützen, die Landschaft zu erhalten, zu gestalten sowie zu pflegen und dadurch den Menschen eine naturnahe Erholung zu ermöglichen. Der Sitz des Zweckverbandes ist Neu-Anspach. Der Naturpark ist ein beliebtes Naherholungsgebiet für Bewohner der Ballungsgebiete Rhein-Main und Lahn-Dill.
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Lage und Nutzung
Soweit die Grenzen des Naturparks nicht identisch sind mit den Außengrenzen seiner Mitgliedskörperschaften, wird er im Westen begrenzt von der Bundesautobahn 3, im Norden ungefähr vom Lahntal (reicht aber zwischen Runkel und Weilburg auch über die Lahn hinaus in den Westerwald)[1] und im Osten von der Bundesautobahn 5. im Süden endet er dort, wo das Main-Taunusvorland zwischen Frankfurt am Main und Wiesbaden beginnt.
Als eigentlichen Hochtaunus bezeichnet man die östliche Hälfte der naturräumlichen Haupteinheit Hoher Taunus, einen bewaldeten Gebirgsrücken von etwa 40 Kilometer Länge und durchschnittlich vier bis fünf Kilometer Breite, in dem der Taunushauptkamm verläuft mit dem Großen Feldberg (881,5 m) als höchster Erhebung. Im Hochtaunus herrscht Nadelwald vor, während man im nördlich gelegenen Hintertaunus überwiegend Laubwald findet. Charakteristisch für den Taunus mit seinem welligen bis gebirgigen Relief sind die ausgedehnten Streuobstwiesen. Diese befinden sich besonders im südlich des Taunushauptkamm gelegenen Vordertaunus.
Aufgaben und Auszeichnung
Eine der wesentlichen Aufgaben im Naturpark ist das Besuchermanagement – die Förderung eines möglichst reibungslosen Miteinanders verschiedener Gruppen von Erholungssuchenden, von Wanderern und Reitern bis zu Mountainbikern und Skifahrern. Zu den Maßnahmen zählen die Anlage eines Loipensystems für Skilangläufer, das im Sommer von Mountainbikern genutzt werden kann, sowie die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr durch Schaffung und Unterhaltung eines regionalen Busnetzes. Besonders letzteres trägt zur Entlastung ökologisch sensibler Gebiete durch die Reduzierung des Autoverkehrs im Naturpark bei.
Für die Schaffung dieses attraktiven Angebots zur stadtnahen Erholung wurde der Naturpark Hochtaunus 1998 mit dem ersten Preis des Bundeswettbewerbs Deutscher Naturparks des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) ausgezeichnet.
Organisation
Der Naturpark Hochtaunus ist rechtlich als Zweckverband organisiert und übernimmt nach dem Gesetz über kommunale Gemeinschaftsarbeit (KGG) bestimmte Aufgaben der Mitglieder.[2]
Sehenswürdigkeiten
- Freilichtmuseum Hessenpark, bei Neu-Anspach
- Kastell Saalburg, bei Bad Homburg vor der Höhe
- Eschbacher Klippen bei Usingen
- Kubacher Kristallhöhle
- Freizeitpark Lochmühle bei Wehrheim
- Bad Camberg mit historischem Stadtkern und Kreuzkapelle
- Braunfels mit Schloss Braunfels
- Königstein mit Burg Königstein
- Kronberg mit Burg Kronberg
- Weilburg mit Schloss Weilburg
- Großer Feldberg – mit 881,5 m Höhe die höchste Erhebung des Taunus, bei Schmitten-Oberreifenberg
- Pferdskopf – 663 m Höhe, mit Aussichtsturm, bei Schmitten-Treisberg
- Weiltal – Quelle am Kastell Kleiner Feldberg
- Opel-Zoo zwischen Königstein und Kronberg
- Vogelburg bei Weilrod-Hasselbach
- Wildpark Tiergarten Weilburg
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ ADAC-MaxiAtlas Deutschland 1:200.000
- ↑ Gesetz über kommunale Gemeinschaftsarbeit (KGG), (vgl. dort §8)
Internetpräsenz des Naturparks HochtaunusBundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) Naturparks in HessenBergstraße-Odenwald | Diemelsee | Habichtswald | Hessische Rhön | Hessischer Spessart | Hochtaunus | Hoher Vogelsberg | Kellerwald-Edersee | Meißner-Kaufunger Wald | Rhein-Taunus
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