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Martin Winterkorn

Martin Winterkorn (* 24. Mai 1947 in Leonberg) ist ein deutscher Manager, seit 1. Januar 2007 Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG und seid dem 15. September 2009 Vorstandsvorsitzender der Porsche Automobil Holding SE sein.

Inhaltsverzeichnis

Karriere

1966 begann Winterkorn ein Studium der Metallkunde und Metallphysik an der Universität Stuttgart. 1973 bis 1977 war er Doktorand am Max-Planck-Institut für Metallforschung, an dem er 1977 zum Dr. rer. nat. promoviert wurde.

Nach Tätigkeiten im Forschungsbereich bei der Robert Bosch GmbH wechselte er 1981 als Assistent des Vorstands für Qualitätssicherung zu Audi. Anfang 1988 wurde er Bereichsleiter der „Zentralen Qualitätssicherung“ und zwei Jahre danach zum Leiter der Audi Qualitätssicherung.

1993 wechselte er als Leiter der „Konzern-Qualitätssicherung“ zu Volkswagen. Im März 1994 wurde er zum Generalbevollmächtigten der Volkswagen AG, im Juni 1995 zusätzlich zum Verantwortlichen für das Produktmanagement des Volkswagen-Konzerns. Im Januar 1996 wurde Winterkorn Markenvorstand für die „Technische Entwicklung“ bei der Marke Volkswagen. Ab Juli 2000 war er Mitglied des VW-Konzernvorstands für den Geschäftsbereich „Forschung und Entwicklung“.

Am 1. März 2002 wurde Winterkorn Vorsitzender des Vorstands der Audi AG. Er leitete die zum 1. Januar 2002 neu gebildete Markengruppe Audi, zu der neben Audi die Marken Seat und Lamborghini gehören. Außerdem leitete er seit dem 1. Januar 2003 den Geschäftsbereich „Technische Entwicklung“ von Audi. In seiner Eigenschaft als Vorstandsvorsitzender der Audi AG saß Winterkorn seitdem im Vorstand der Volkswagen AG.

Nach der Zustimmung des Aufsichtsrats vom 17. November 2006 trat er am 1. Januar 2007 die Nachfolge von VW-Chef Bernd Pischetsrieder als Vorstandschef von VW an. Hier nahm er einen kompletten Stab an Mitarbeitern mit, darunter u. a. den Chefdesigner Walter de Silva und den Entwicklungschef Dr. Ulrich Hackenberg. Als direkter Vorgesetzter leitet er weiterhin die Geschäftsbereiche im Vertrieb sowie der Forschung und Entwicklung im Volkswagenwerk Wolfsburg.

Am Mittwoch, dem 6. Dezember 2006 wurde auf der 4. Ordentlichen Betriebsversammlung 2006 der ehemalige Vorstand des Geschäftsbereiches Finanz und Organisation Rupert Stadler zum Nachfolger Winterkorns als Vorstand der Audi AG erklärt.[1]

Martin Winterkorn wird nach der beschlossenen Verschmelzung der Konzerne VW und Porsche am 13. August 2009 auch zum Vorstandsvorsitzenden der Porsche Automobil Holding ab dem 15. September berufen.

Als Vorstandsvorsitzender von Audi, einem der Sponsoren des FC Bayern München, hatte Winterkorn ein Aufsichtsratsmandat bei der FC Bayern München AG. Weiterhin bekleidet Winterkorn einen Sitz im Aufsichtsrat der Infineon Technologies AG.

2003 wurde Winterkorn der Titel eines Honorarprofessors der Technischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Universität Budapest verliehen. Zum 1. August 2004 wurde er zum Honorarprofessor an der Technische Universität Dresden für das Fachgebiet „Leichtbauwerkstoffe im Fahrzeugbau“ bestellt. Er ist zudem Mitglied des Kuratoriums der TUD. 2006 ehrte ihn der Freistaat Bayern mit der Verleihung des Bayerischen Verdienstordens, 2008 Baden-Württemberg mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Im Juli 2007 erhielt Winterkorn den Ehrenprofessortitel der Tongji-Universität in Shanghai, zu der Volkswagen seit Jahren enge wissenschaftliche Kontakte unterhält.

Winterkorn ist Mitglied des Hochschulrats der TU Braunschweig und ebenso im Vorstand der Atlantik-Brücke e. V., einem Verein zur Förderung des deutsch-amerikanischen Verständnisses.

Familie

Martin Winterkorn ist verheiratet und hat zwei Kinder. Er ist Fußball-Fan und war in jungen Jahren selbst Torwart beim TSV Münchingen. Sein jüngerer Sohn Martin Winterkorn jun. gewann im Jahre 2006 bei einem Regionalwettbewerb von “Jugend forscht” mit seinem Projekt “Wer gewinnt das Tennismatch?”[2] Hierbei handelt es sich um eine stochastische Formel, die Winterkorn jun. entwickelt hatte.

Einzelnachweise

  1. Audi-Chef Martin Winterkorn soll Volkswagen-Konzern wieder auf Kurs bringen, Main-Echo, 8. November 2006
  2. Wer gewinnt das Tennismatch? auf VDE-Bezirksverein Nordbayern e. V.

 Wikinews: Rupert Stadler wird Nachfolger von Martin Winterkorn bei Audi – Nachricht

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