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Krupp-Gürtel

Als Krupp-Gürtel wird ein städtebauliches Projekt bezeichnet, das zurzeit in Essen realisiert wird. Die 230 Hektar große Fläche liegt im Westviertel zwischen der Innenstadt und dem westlich davon gelegenen Stadtteil Altendorf. Auf dem zwischen 1945 und 2007 größtenteils brachliegenden Gelände der ehemaligen Kruppschen Gussstahlwerke, die im Zweiten Weltkrieg teils zerstört, die Reste später demontiert und nicht wieder aufgebaut wurden, erhält die Firma ThyssenKrupp zurzeit ihren neuen Konzernsitz.

Hauptquartier ThyssenKrupp Anfang Mai 2009

Inhaltsverzeichnis

Hauptquartier ThyssenKrupp

Im Zentrum des Krupp-Gürtels wird ThyssenKrupp einen Großteil der Verwaltungsgebäude mit mehr als 100.000 m² Gebäudefläche ansiedeln und somit den Verwaltungsstandort von Düsseldorf nach Essen verlegen. Das heißt, dass etwa 2.500 Mitarbeiter und der Vorstand ihre Arbeitsplätze von Düsseldorf nach Essen verlegen werden. Der Vorstand wird im sogenannten Acre, einem Tor ähnlichen, 60 Meter hohen Gebäude mit 14 Etagen residieren. Hinzu kommen weitere Büro- und Verwaltungsgebäude, ein Multifunktionsgebäude mit Konferenzzentrum und Mitarbeitergastronomie, eine Akademie sowie ein Hotel mit rund 200 Betten. In der Akademie werden die weltweit etwa 2.500 obersten Führungskräfte des Konzerns mit Unterstützung anerkannter Universitäten fortgebildet. Ebenso wird es für die Kinder der Mitarbeiter eine Kindertagesstätte geben. Die Kosten für das Hauptquartier werden auf rund 300 Millionen Euro beziffert. Die Architektur stammt von Chaix & Morel et Associés und JSWD Architekten, die den von ThyssenKrupp 2006 ausgeschrieben Architekturwettbewerb gewannen. Im Sommer 2010 soll das ThyssenKrupp-Hauptquartier fertig gestellt sein.

Der erste symbolische Spatenstich fand am 12. Juni 2007 statt. Die Grundsteinlegung folgte am 5. September 2008 im Beisein der beiden Ehrenvorsitzenden im Aufsichtsrat der Thyssen-Krupp AG, Berthold Beitz und Günter Vogelsang, des Vorsitzenden im Aufsichtsrat, Gerhard Cromme sowie des Oberbürgermeisters Wolfgang Reiniger und der Architekten Philippe Chaix und Jürgen Steffens.

Berthold-Beitz-Boulevard

Als Berthold-Beitz-Boulevard wird die geplante, etwa drei Kilometer lange Hauptstraße bezeichnet, die den Krupp-Gürtel in West- und Osthälfte teilt, und von der Stadt Essen gebaut wird. Sie kann als Erweiterung des Innenstadtrings gesehen werden und wird vierstreifig, mit gemeinsamem Fuß- und Radweg ausgebaut. Ein eigener Gleiskörper könnte später für die Straßenbahnlinien 101 und 109 der EVAG folgen. Der erste Spatenstich fand am 4. April 2007 in Anwesenheit von 140 geladenen Gästen statt.

Erstes Teilstück

Das erste, von Bäumen gesäumte, etwa 700 Meter lange Teilstück des Berthold-Beitz-Boulevards, zwischen der Pferdebahnstraße und der Altendorfer Straße, wurde im Beisein von Berthold Beitz, vom Landesminister für Bauen und Verkehr, Lutz Lienenkämper, und dem damaligen Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger am 24. April 2009 eröffnet.[1] Dieser Bauabschnitt kostete rund 38 Millionen Euro, von denen 26,35 Millionen das Land Nordrhein-Westfalen übernommen hatte.

Zweites Teilstück

Das rund 600 Meter lange Teilstück zwischen Altendorfer- und Frohnhauser Straße ist am 16. Oktober 2009 dem Verkehr übergeben worden. Es kostete bei einer Bauzeit von etwa 18 Monaten rund 3,5 Millionen Euro. In der Mitte der vier Fahrspuren ist bereits die Trasse für die Straßenbahnlinie 109 vorbereitet. Ihr Ausbau kostet noch einmal rund 9,5 Millionen Euro, die vom Land Nordrhein Westfalen noch genehmigt werden müssen. Die Linienführung der 109 soll damit etwa ab 2012 deutlich verkürzt werden. Sie wird von der Innenstadt kommend an der Altendorfer Straße direkt links in dieses Teilstück des Boulevards einfahren, und damit die unfallgefährdete Kreuzung zur Helenenstraße auslassen.

Weitere Vorhaben

In den Jahren 2010 und 2011 soll das 900 Meter lange Teilstück zwischen Pferdebahn- und Bottroper Straße gebaut werden. Damit führt ein Großteil dieser Trasse über Thyssen-Krupp-Gelände. Sie soll an der Bottroper Straße direkt auf die Bamlerstraße treffen. Die Kosten für dieses Teilstück des Berthold-Beitz-Boulevards werden zurzeit mit 6,5 Millionen Euro veranschlagt.

Bis 2018 soll der komplette Boulevard auf etwa drei Kilometer Länge von der Bamlerstraße her, die Altendorfer- und Frohnhauser Straße kreuzend, nördlich der Haupteisenbahnstrecke weiter zur Hans-Böckler-Straße (Bundesstraße 224) führen, und hier in einer neuen Kreuzung die Hachestraße anschließen. Weiter über den Vorplatz des Hauptbahnhofes, der für den Straßenbahnanschluss umgebaut werden soll, werde dann schließlich auch die Hollestraße bis zur Steeler Straße mit in das Bauprojekt einbezogen.

Krupp-Park

Durch den künftig aus nördlichem und südlichem Teil bestehenden, etwa 23 Hektar großen Park, westlich des Berthold-Beitz-Boulevards, entsteht das drittgrößte innerstädtische Gebiet zur Erholung nach dem Gruga- und dem Hügelpark. Der Krupp-Park befindet sich in einer Nord-Süd-Ausdehnung parallel zum Berthold-Beitz-Boulevard.

Am 22. August 2009 fand im Beisein von Oberbürgermeister Wolfgang Reiniger die Eröffnung des etwa 12 Hektar großen, nördlichen Teils des Krupp-Parkes mit einem Parkfest statt. Seine Gestaltung wurde der Natur nachempfunden – es gibt eine hohe Dichte an Bäumen, jedoch auch Wiesen und Lichtungen sowie einen See. Der durch die Baumaßnahmen des Krupp-Gürtels wegfallende Baumbestand wird durch den Krupp-Park vollständig ausgeglichen. Aus dem Aushub des Berthold-Beitz-Boulevards ist eine Hügellandschaft entstanden. In Nord-Südrichtung verläuft ein Hochtal zwischen fünf Hügeln. Der höchste Hügel ragt etwa 12 Meter aus dem Gelände heraus. Es wurden Spielplätze, ein Beachvolleyballfeld und andere Ballspielplätze sowie Liegewiesen eingerichtet. Der sogenannte Waldspielplatz wurde von Kindern aus Schulen im Umkreis weitgehend mitgestaltet.

Andreas Kipar, der aus Gelsenkirchen stammende und meist in Italien arbeitende Landschaftsarchitekt, entwickelte den Krupp-Park zusammen mit den Bürgern der angrenzenden Stadtteile. Im Norden des nördlichen Krupp-Parks liegt der rund neun Hektar große und bis zu 2,80 Meter tiefe See, der ausschließlich mit Regenwasser des Thyssen-Krupp Quartiers gespeist wird. Hier gibt es eine in den See hineinragende Bühne.

Im südlichen Teil des Krupp-Parkes, zwischen Altendorfer Straße und Frohnhauser Straße, werden noch einmal etwa 11 Hektar Parkfläche hinzukommen.

Geschichte

Verwaltungsgebäude mit Uhr-Turm 1861
Zerspanende Werkstatt 1900
Altendorfer Straße 100 um 1913 mit der Krupp Hauptverwaltung, das Turmhaus wurde erst 1976 abgerissen
Kanonenproduktion 1915
Am Haupteingangsbereich zu den ehem. Gussstahlwerken mit dem Krupp-Denkmal um 1917, im rechten Gebäude befindet sich heute das Colosseum Theater
Zerstörte Krupp-Werke 1945

Erste industrielle Ansiedlungen

Bereits im 18. Jahrhundert gab es auf dem Gelände des heutigen Krupp-Gürtels bergbauliche Aktivitäten, aus denen sich mit der Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack später die erste Essener Steinkohlen-Tiefbauzeche entwickelte.

Friedrich Krupp gründete am 20. November 1811, wobei er die Zeit der Kontinentalsperre Napoleons gegen Großbritannien nutzte, mit zwei Teilhabern eine Fabrik zur Herstellung von Gussstahl, der zu dieser Zeit ein schwer erhältliches Gut war. Erste Werkstätten befanden sich in der Weberstraße und ab 1812 an der Walkmühle in Altenessen. Am 18. Oktober 1819 eröffnete Krupp ein erstes Werk in Altendorf. Auf dem Fabrikgelände entstand bereits ein Jahr zuvor das Stammhaus Krupp, das 1944 zerstört, aber 1961 wieder aufgebaut wurde und noch heute dort steht. Als Friedrich Krupp 1826 starb, übernahm seine Frau Theresia Helena Johanna geb. Wilhelmi (1790–1850) mit ihrem erst 14 Jahre alten Sohn Alfred die Fabrik, die keineswegs wirtschaftlich gesund gewesen war.

Nachdem Alfred Krupp die Schule abbrach und die Firmenleitung übernahm, war um 1830 der Bedarf an Gussstahl mit Beginn des Eisenbahnwesens enorm gestiegen. Hinzu kommt, dass die Gründung des Deutschen Zollvereins 1834 dem Güterverkehr in Deutschland zugute kommt und der Kundenkreis erweitert werden konnte. 1836 waren 60 Arbeiter angestellt. Produziert wurden Walzen aus Gussstahl. 1847 wurde die erste Gussstahlkanone hergestellt, brachte jedoch noch keinen Verkaufserfolg.

Expansion durch Alfred Krupp

Für die Eisenbahn entwickelte Alfred Krupp 1853 den bahnbrechenden Radreifen, so dass zu dieser Zeit bereits 1.000 Menschen für Krupp arbeiteten. Eine rasante Erweiterung der Gussstahlfabriken im Essener Westen war die Folge. Hinzu kam ab 1860 die Waffenproduktion durch erfolgreiche Kanonenmodelle, sowie verbesserte Methoden zur Massenproduktion von Stahl. Um 1870 wurde Krupp zum größten Industrieunternehmen Europas. 1873 war die Werksfläche im Westen Essens 360 Hektar groß. Sie ist damit seit 1861 um das Zwanzigfache gestiegen und bildete damit ein Drittel der gesamten Stadtfläche. Dennoch verlor man 1880 durch amerikanische Konkurrenz dort den Absatzmarkt für Radreifen, wonach man sich stärker auf die Rüstungsindustrie konzentrierte. 1874 wurde das alte Hauptverwaltungsgebäude westlich des Stammhauses errichtet, das in den 1980er Jahren der zu dieser Zeit betriebenen Lehrwerkstatt diente und 2005 abgerissen wurde.

Des Weiteren begannen ab 1861 erste Aktivitäten im Kruppschen Wohnungsbau. Dazu gehörten die Meisterhäuser und die Arbeiterkolonie Westend auf dem Werksgelände, sowie die Kolonien Nordhof, Schederhof und Kronenberg direkt angrenzend.

Weiterentwicklung unter Friedrich Alfred Krupp

Nach Alfreds Tod 1887 erbte Sohn Friedrich Alfred Krupp die Firma mit inzwischen 20.000 Beschäftigten. Für das Jahr 1889 werden von Diedrich Baedeker folgende Zahlen für das Kruppsche Werk genannt: 44 km normalspurige und 29 km schmalspurige Werkseisenbahn, dazu 14 Tenderlokomotiven für 540 Waggons sowie 14 Schmalpurloks für 450 Waggons, 1.195 Öfen, 286 Dampfkessel, 21 Walzenstraßen, 370 Dampfmaschinen, 92 Dampfhämmer, 361 Kräne und 1.724 Werkzeugmaschinen[2]. Bis zum Tode Friedrich Alfred Krupps 1902 stieg diese Beschäftigtenzahl auf 45.000, von denen auch viele im 1897 gegründeten Hüttenwerk Reinhausen arbeiteten. In seinem Testament verfügte Friedrich Alfred Krupp die Umwandlung der Firma in eine Aktiengesellschaft, deren Aktien seine älteste Tochter Bertha erhalten sollte. Diese Wandlung wurde 1903 vollzogen.

Bis zum Zweiten Weltkrieg

Mit der Eingemeindung angrenzender Orte 1901, wie Altendorf, Frohnhausen, Rüttenscheid und Holsterhausen zur Stadt Essen konnte für die rasant angestiegene Zahl der Beschäftigten neuer Wohnraum erschlossen werden, auf dem Krupp unter anderem die Siedlungen Alfredshof, Friedrichshof oder Altenhof errichten ließ. In dieser Zeit wuchs Essen in wenigen Jahren zur Großstadt. Dazu trug der Anstieg der Bevölkerungszahl ebenso bei, wie eine damit verbundene starke Bautätigkeit. Steuerliche Vorteile brachte Krupp insbesondere die Eingemeindung von Altendorf, denn damit lag das große Werksgelände der Gussstahlfabriken nun komplett in Essen, und nicht mehr teils in Essen und teils in Altendorf. 1904 zählte man insgesamt 51.000 Werksangehörige. Zwischen 1908 und 1910 wurde an der Altendorfer Straße die Hauptverwaltung mit charakteristischem Turm errichtet (heute befindet sich hier eine Porsche-Niederlassung). 1910 arbeiteten bereits insgesamt über 67.000 Menschen für den Krupp-Konzern. Für 1912 wurde die Fläche des Werksgeländes in Essen mit fünf Quadratkilometern angegeben.

Größte und wichtigste Einnahmequelle blieb die Rüstungsindustrie. Im Norden des Werksgeländes war ein Schießstand zum Testen der Geschütze eingerichtet. Kurz vor Beginn des Ersten Weltkrieges arbeiteten 81.000 Menschen für den gesamten Konzern, 1918 waren es 200.000. Nach Kriegsende wird die Waffenproduktion durch den Vertrag von Versailles untersagt, wonach man das Geschäft von nun an mit der Herstellung von, unter anderem Lastwagen, Lokomotiven und Baggern, auszugleichen versucht. Die Beschäftigtenzahlen sanken 1926 auf 25.000 in Essen arbeitende Personen, konzernweit waren es etwa doppelt so viele. Das waren die Folgen einer einsetzenden Modernisierung und weitreichenden Rationalisierung durch die Firmenleitung. Es kam zu Schließungen unrentabler Bereiche und damit zu Entlassungen.

Die Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack schloss sich 1934 unter dem Dach der Friedrich Krupp AG mit der Zeche Amalie zur Zeche Sälzer-Amalie zusammen.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde die Rüstungsindustrie wieder aufgenommen. Sie erreichte aber nicht die Größenordnung derer im Ersten Weltkrieg. Am 27. September 1937 besuchten Adolf Hitler und Benito Mussolini die damals so genannte Waffenschmiede des Deutschen Reiches. Die Führung durch Essens Gussstahlfabrik, das Schmiedepresswerk und die Panzerwerkstätten übernahm Alfried Krupp von Bohlen und Halbach selbst. Die Auftragslage lastete viele Bereiche deutlich besser aus, so dass 1938 wieder 120.000 Menschen im Konzern tätig waren. Die Produktion von zivilen Produkten wie Lastwagen und Lokomotiven, die aber auch für militärische Zwecke umkonstruiert wurden, gab man nicht auf. Von nun an wurde von außen erheblich Einfluss auf die Unternehmenspolitik genommen. Nationalsozialisten nahmen Vorstandspositionen ein und griffen in die Produktionsorganisation ein. Immer wieder kam es zu Betriebsverlegungen, um den 1942 und besonders 1943 verstärkten Bombardements zu entgehen. Die Friedrich Krupp AG wurde in diesem Jahr wieder zu einer Einzelfirma unter Leitung von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach.

Kriegszerstörung und Demontage

Im Zweiten Weltkrieg waren etwa ein Drittel des 1,5 km² großen bebauten Werksgeländes, hauptsächlich Anlagen im äußeren Bereich, völlig zerstört worden, ein weiteres Drittel teilweise. Die zentralen und weitgehend erhalten gebliebenen Anlagen wurden nach Demontage als Reparationsleistung ins Ausland gebracht. Die Militärregierung hatte die Demontagepläne am 30. November 1948 festgeschrieben, so dass Ende 1950 zwei Drittel der Essener Gussstahlfabriken vernichtet worden waren. 73 zu über 60 Prozent zerstörte Gebäude, und 22 der der ehemaligen Rüstungsindustrie dienenden Gebäude, wurden abgerissen. Weitere 127 Gebäude gab man für die Friedensproduktion frei.

Nachkriegszeit bis heute

Nach Entlassung aus alliierter Haft übernahm Alfried Krupp von Bohlen und Halbach im März 1953 wieder die Firmenleitung und berief Berthold Beitz zu seinem Generalbevollmächtigten. Die Firmenstruktur änderte sich nun von einem Familienunternehmen hin zu einem international agierenden Mischkonzern.

Nicht mehr von Krupp benötigtes Werksgelände wurde verkauft. Dort siedelten sich bis 1958 fünfzig neue Betriebe an, die etwa 9.000 neue Arbeitsplätze schufen. Einige von diesen Betrieben stammen aus verlorengegangenen deutschen Ostgebieten und der sowjetischen Besatzungszone. Dennoch lag, seit Ende des Krieges bis zum Bau des neuen Krupp-Gürtels ab 2007, der größte Teil der Fläche der ehemaligen Gussstahlfabriken brach. Wenige Gebäude erhielten später eine neue Nutzung, wie die ehemalige 8. Mechanische Werkstatt, die von AEG Kanis weiter genutzt wurde und seit 1996 das Colosseum Theater beherbergt. Gegenüberliegend befindet sich heute in der nun offenen Halle des alten Schmiedepresswerks ein Parkhaus eines Möbelkonzerns. In den 1960er Jahren errichtete man in der Nähe des Stammhauses die Krupp-Lehrwerkstatt mit acht Ausbildungshallen, die in den 1990er Jahren abgerissen wurden.

Die Zeche Sälzer-Amalie wurde erst 1966 stillgelegt. Auf dem Gebiet der Schachtanlage Huyssen/Schmits der ehemals selbständigen Zeche Vereinigte Sälzer & Neuack wurde am 14. Juni 2004 das Essener Finanzamt im Krupp-Gürtel eröffnet.[3]

2006 wurde entschieden, den neuen Konzernsitz der inzwischen mit Thyssen vereinigten Firma Krupp, der ThyssenKrupp AG, von Düsseldorf nach Essen zu verlegen und auf dem alten Werksgelände der ehemaligen Gussstahlfabriken zu errichten.

Weiterführende Informationen

Literatur

  • Marion Heistermann: Demontage und Wiederaufbau – Industriepolitische Entwicklungen in der “Kruppstadt” Essen nach dem Zweiten Weltkrieg (1945-1956), Klartext Verlag Essen, 2004, ISBN 978-3-89861-275-3

Homepage der Stadt Essen zum Bauprojekt
  • ThyssenKrupp Real Estate
  • Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft
  • Historische Broschüre zum Krupp-Gürtel PDF-Datei 1,3MB
  • Einzelnachweise

    1. Berthold-Beitz-Boulevard ist eröffnet. WAZ Mediengruppe, 24. April 2009, abgerufen am 26. April 2009.
    2. Diedrich Baedeker, Alfred Krupp und die Entwicklung der Gußstahlfabrik zu Essen, Verlag G. D. Baedeker Essen, 1. Ausgabe 1889; 2. Aufl. 1912
    3. Geschichte: Zahlen – Daten – Fakten. Finanzamt Essen, abgerufen am 9. April 2009.
    51.466.9888888888889

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