HANDYTARIFER  

Franz Herterich

Franz Herterich (* 3. Oktober 1877 in München; † 28. Oktober 1966 in Wien) war ein Schauspieler, Regisseur und Burgtheaterdirektor.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach einem Studium der Kunstgeschichte in München begann Herterich seine Laufbahn als Schauspieler. Über Leipzig kam er 1910 an das Neue Schauspielhaus in Berlin. Ab 1912 war er Heldendarsteller am Wiener Burgtheater und 1923-1930 Direktor des Hauses. Herterich erbrachte bedeutende Regieleistungen, seine Inszenierungen von Troerinnen, Die Braut von Messina und Libussa gingen in die Theatergeschichte ein. Sein Stil war von einer modernen, straffen Sachlichkeit geprägt. In seine Ära als Burgdirektor fiel die Berufung von Remigius Geyling als Ausstattungschef sowie die Ergänzung des Ensembles mit Künstlerpersönlichkeiten wie Ewald Balser und Werner Krauß. Nach seinem Abgang von dem undankbaren Direktionsposten wirkte er ab 1932 als künstlerischer Leiter des “Theaters der Jugend”.

In den Jahren 1934 bis 1952 wirkte Herterich in mehreren Spielfilmen mit. Meistens trat er in der Rolle eines Herrschers oder Patriarchen auf, darunter in dem Monumental- und NS-Propagandafilm Kolberg.

Nach dem Einmarsch der Nationalsozialisten und dem „Anschluss Österreichs“ bekundete er offen seine Sympathie für die braunen Machthaber: „Heute endlich dürfen wir nicht nur deutsch reden, sondern auch deutsch denken, fühlen und handeln. Das danken wir dem Führer![1]

1948 erschien sein Buch “Das Burgtheater und seine Sendung”. Am 28. November 1957 erhielt er die Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien.

Seine ehrenhalber gewidmete Grabstätte befindet sich auf dem Grinzinger Friedhof in Wien (Gruppe 20, Reihe 4, Nummer 31).

Werke

  • Die szenische Entwicklung des neuen Burgtheaters, 1926
  • Das Burgtheater und seine Sendung, 1948.

Literatur

  • K. Gasser: Die Burgtheaterdirektion F. Herterich, Dissertation, Wien 1948.

Weblink

Einzelnachweise

  1. Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, S. 237.
© Diese Definition / dieser Artikel zu Franz_Herterich stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Franz_Herterich , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen. © Diese Definition / dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen.