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Cold Case %E2%80%93 Kein Opfer ist je vergessen

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Produktionsdaten
Deutscher Titel:Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen
Originaltitel:Cold Case
Produktionsland:USA
Produktionsjahr(e):seit 2003
Dauer:etwa 44 Minuten
Episodenzahl:134 in 6 Staffeln
Originalsprache:englisch
Musik:E.S. Posthumus – Nara
Idee:Meredith Stiehm
Genre:Krimi, Drama
Erstausstrahlung:28. September 2003 (USA)
auf CBS
Deutschsprachige
Erstausstrahlung:
9. Juni 2004
Besetzung

Cold Case – Kein Opfer ist je vergessen ist eine US-amerikanische Krimiserie, die seit 2003 läuft. Sie wurde von Meredith Stiehm entwickelt, Executive Producer sind Jerry Bruckheimer und Shaun Cassidy. Im Zentrum stehen Polizisten, die zu den Akten gelegte Kriminalfälle lösen (daher der Titel, der Ausdruck cold case bedeutet einen ungeklärten, zu den Akten gelegten Kriminalfall). Schauplatz ist Philadelphia, USA.

In Deutschland wird die Sendung auf ProSieben und nunmehr freitags um 21.15 Uhr auf kabel eins gesendet, in Österreich auf ORF 1.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Jede Episode beginnt mit einer Rückblende, die den Zuschauer in das Jahr der Tat führt. Meist werden ein paar Charaktere in einer zu Anfang alltäglichen Situation vorgestellt. Gleich danach wird die Leiche des Opfers und ihr Fundort gezeigt, wobei das Opfer immer eine der Personen ist, die in der vorherigen, alltäglichen Situation gezeigt worden ist.

Anschließend springt die Handlung in die Gegenwart. Meist durch einen Zufall werden die Ermittler der Philadelphia-Mordkommission durch neue Beweisstücke oder Indizien auf den alten Fall aufmerksam. Es kommt auch vor, dass sich alte Zeugen plötzlich entschließen, eine Aussage zu machen oder Leichenteile gefunden werden. Jene neuen Anhaltspunkte geben den Ermittlern Grund, die Fälle wieder aufzunehmen.

Zu diesem Zwecke werden oft die Freunde, Familienmitglieder, Mitarbeiter usw. des Opfers besucht, mit den neuen Anhaltspunkten konfrontiert und befragt. Einige der Befragten waren möglicherweise bereits in der Rückblende zu sehen. In fast allen Fällen gelingt es den Ermittlern, den Täter zu überführen und festzunehmen.

Am Ende fast jeder Episode bezeichnen die Ermittler einen weißen Karton, in dem die Beweisstücke aufbewahrt werden mit dem Wort „Closed“ und schließen so den Fall. Außerdem erscheint einem der Beteiligten, meistens Lilly Rush, eine Vision des Opfers, dazu wird emotionale Musik gespielt.

Als Nebenhandlungen werden dem Zuschauer die Privatleben der Ermittler näher gebracht. Zum Beispiel erfährt man, dass eine langjährige Lebensgefährtin von Scotty Valens psychisch krank ist und Lilly Rush mit einer alkoholkranken Mutter aufgewachsen ist.

Die Serie verbindet die Genres des Krimis und des Dramas. Das Schicksal der Mordopfer und auch der Angehörigen wird besonders herausgestellt. Die Menschen werden gezeigt, wie sie heute leben, dann, in einer Überblende, wie sie zum damaligen Zeitpunkt aussahen. Cold Case verzichtet weitgehend auf Actionszenen, selbst in den Rückblenden, die den Mord zeigen. Oft wird in der Serie auch auf gesellschaftliche Probleme eingegangen, z.B. auf Rassismus oder Diskriminierung von Homosexuellen.

Die Musik (”Off-musik “oder auch “Score”) besteht fast durchgehend aus modernen, nicht-sinfonischen Klangfarben (Rock-, und Pop-genre). Wie auch bei den anderen TV-Produktionen von Jerry Bruckheimer erfolgte damit eine konsequente Abkehr von einer sinfonisch oder orchestral dominierten Filmmusik aus Streicher, Blasinstrumente, Chorgesang und Klavier. In den Rückblenden wird die zeitgenössische Musik (zb. Jazz, Blues, Rock) verwendet. Am Ende einer Episode wird ein kompletter Titel aus dem Bereich der populären Musik eingesetzt.

Charaktere

Hauptcharaktere

  • Det. Lilly Rush: Sie stammt aus armen Verhältnissen. Ihre Mutter war Alkoholikerin. Ihr Verhältnis zu ihrer Schwester ist gespalten, da diese mit ihrem Verlobten Ray ein Verhältnis hatte. Sie denkt logisch und hat die nötige Wärme, um sich in die Hinterbliebenen hinein zuversetzen. Sie lebt allein (mit zwei Katzen).
  • Det. Scotty Valens: Der aus Puerto Rico stammende Valens wird Lilly Rushs Partner, nachdem Chris Lassing die Abteilung verlässt. Seine schizophrene Freundin Elisa, die er seit seiner Jugend kennt, begeht während der zweiten Staffel Selbstmord. Danach hat er eine Affäre mit Lilly Rushs Schwester Christina. Obwohl er zu Anfang ein Hitzkopf ist, kühlt sich sein Gemüt im Laufe der Serie ab und er und Rush werden ein eingespieltes Team.
  • Lt. John Stillman: Er ist Lilly Rushs direkter Vorgesetzter und füllt außerdem die Rolle eines väterlichen Freundes aus. Er lebt in Scheidung von seiner Frau, die es ihm nicht verzeihen konnte, seinen Beruf seinem Privatleben vorzuziehen. Auch das Verhältnis zu seiner erwachsenen Tochter ist angespannt.
  • Det. Nick Vera: Nick Vera ist einer von Lilly Rushs Kollegen, der vor allem dann zum Einsatz kommt, wenn es darum geht, eine Zeugenaussage zu bekommen. Er ist aufbrausend und kann sehr deutlich werden. Während der zweiten Staffel wird deutlich, dass er eine problematische Ehe führt und vermutlich eine Affäre hat.
  • Det. Will Jeffries: Der eher zurückhaltende Will Jeffries ist am längsten in Lilly Rushs Abteilung tätig. Er hält meistens Informationen über weiter zurück liegende Fälle bereit und während der zweiten Staffel wird bekannt, dass er eine drogenabhängige Nichte besaß, die schließlich an AIDS starb. Des Weiteren ist bekannt, dass Wills Frau bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam.
  • Det. Kate Miller: Die ehemalige Drogenfahnderin Kate Miller, die in ihrer Abteilung gute Arbeit geleistet hat, lieferte der Mordkommission wichtige Hinweise. Lt. Stillmann, der von ihrer Arbeit beeindruckt ist, bietet Kate Miller einen Platz im Team an, um so zum Philadelphia Homicide Squad zu wechseln. Nach einigem Zögern willigt sie ein und ist inzwischen ein wertvolles Mitglied für das Team. Außerdem ist sie Mutter einer Tochter: Veronica.

Nebencharaktere

  • Jason Kite: Seinen ersten Auftritt hat er in der 6. Episode der ersten Staffel. Lilly und er arbeiten nicht in derselben Abteilung, haben aber beruflich miteinander zu tun. Daraus wird bald Liebe. Sie haben ein Verhältnis, bis sich Jason sich von ihr trennt, da für Lilly (wie bei Stillman) die Arbeit an erster Stelle steht.
  • Joseph Shaw: Er hat seinen ersten Auftritt in der 23.Episode der dritten Staffel und ist in der vierten Staffel in weiteren Folgen als Joseph zu sehen. Er ist Beratungslehrer an einem Jugend-Rehabilitierungs-Zentrum für Drogensüchtige und soll in einem wichtigen Fall eine Zeugenaussage machen, wird aber erschossen. Kurze Zeit später benutzt jemand seine Kreditkarte, wodurch Lilly Rush herausfindet, dass Joseph seinen Tod nur vorgetäuscht hat. Beide gehen eine Beziehung ein, die jedoch nicht anders endet als jene mit Jason Kite.

Besetzung

RollennameSchauspielerSynchronsprecher[1]Staffel – Episode
Lilly RushKathryn MorrisBettina Weiß1.01-
John StillmanJohn FinnJan Spitzer1.01-
Nick VeraJeremy RatchfordLutz Schnell1.01-
Will JeffriesThom BarryAxel Lutter1.01-
Chris LassingJustin Chambers1.01-1.02, 1.04
Scotty ValensDanny PinoNorman Matt1.06-
Christina RushNicki AycoxDascha Lehmann2.09-2.21
Kate MillerTracie ThomsHeide Domanowski3.01-
Jason KiteJosh HopkinsNicolas Böll1.06-1.23, 2.01
Joseph ShawKenny JohnsonMarkus Pfeiffer3.23, 4.01-4.05
Frankie RaffertyTania Raymonde6.09-6.22
Eddie SaccardoBobby CannavaleMatti Klemm´5.16,5.18,6.1,6.3
Paul CooperRaymond J. Barry6.11-6.23

Optik

Es wird mit vielen Bildfiltern und Tönungen gearbeitet. So erscheint die Gegenwart meist in einer leicht hellblauen Tönung, die zusammen mit der seriösen Kleidung der Ermittler einen kühlen oder sogar sterilen Eindruck vermittelt. Dieses helle, bläuliche Licht erzeugt keine Action, sondern strahlt Ruhe aus. Die in der Vergangenheit spielenden Szenen (bzw. kurze Darstellungen damals Beteiligter als jüngeres Alter Ego in der Gegenwart) dagegen werden in zeitgenössischer Qualität gezeigt und/oder mit einer zur damaligen Szenerie passenden Farbtönung versehen. Dies steigert den authentischen Schein noch zusätzlich.

DVD-Veröffentlichung und rechtliche Probleme

Cold Case gehört zu den wenigen erfolgreichen TV-Serien, die nicht auf DVD erhältlich sind. Die Gründe dafür sind rechtliche Probleme bezüglich der verwendeten Musik. Jede Episode enthält mehrere Titel verschiedener Interpreten. Für eine Ausstrahlung im Fernsehen müssen die Rechte der verwendeten Musikstücke nicht vollständig gekauft werden, beim Erscheinen auf DVD allerdings schon. Diese Kosten wären zu hoch.

Einzelnachweise

  1. Cold Case in der Deutschen Synchronkartei; abgerufen am 8. Januar 2009

deutschen und englischen Version der Internet Movie Database
  • Offizielle Seite
  • Infos, Episoden und News über US TV-Serien bei Serienjunkies.
  • Kompletter Episodenführer
  • Liste der gespielten Musiktitel
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