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Charlie Chaplin

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Charles Chaplin (Begriffsklärung) aufgeführt.
Statue von Charles Chaplin in Vevey (Schweiz)

Sir Charles Chaplin, KBE (Charles Spencer Chaplin Jr., bekannt als Charlie Chaplin; * 16. April 1889 in London; † 25. Dezember 1977 in Vevey, Schweiz) war ein englischer Komiker, Schauspieler, Regisseur und Produzent.

Chaplin zählt zu den einflussreichsten Komikern des 20. Jahrhunderts. Seine bekannteste Rolle ist der „Vagabund“ (im Original „The Tramp“, auch „Charlot“), ein verarmter Landstreicher mit den Manieren und der Würde eines Gentleman. Diese Figur mit Zweifingerschnurrbart (auch „Chaplinbart“ genannt), übergroßer Hose und Schuhen, enger Jacke, Bambusstock in der Hand und Melone auf dem Kopf wurde zu einer Filmikone. Das American Film Institute wählte den Tramp auf Platz 10 der größten Filmlegenden aller Zeiten.

Charles Chaplin begann seine Karriere als Kind bei Auftritten in der Music Hall. Als Komiker in den frühen Stummfilmkomödien Hollywoods feierte er bald große Erfolge. Als beliebtester Stummfilmkomiker seiner Zeit erarbeitete er sich künstlerische und finanzielle Unabhängigkeit. 1919 gründete er zusammen mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks und David Wark Griffith die Filmgesellschaft United Artists. Des Kommunismus‘ verdächtigt, wurde ihm 1952 nach einem Auslandsaufenthalt die Rückkehr in die USA verweigert. Er setzte in Europa seine Arbeit als Schauspieler und Regisseur fort. 1972 nahm er einen Ehrenoscar für sein Lebenswerk entgegen. Fünf Jahre später starb er mit 88 Jahren in seinem Schweizer Wohnort.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Kindheit und Jugend

Charles Chaplin wurde am 16. April 1889 in London als Sohn von Charles Spencer Chaplin und Hannah Harriet Chaplin geboren. Beide waren Künstler an den Music Halls. Kurz nach Charles′ Geburt trennten sich seine Eltern. Charles und sein Halbbruder Sydney wuchsen bei der Mutter auf, die aufgrund psychischer Probleme jedoch ab 1896 ihrem Beruf als Künstlerin nicht mehr nachgehen konnte. Da sich Charles Chaplin Sr. den Unterhaltszahlungen entzog, lebte die Familie in großer Armut und musste immer wieder in den Armenhäusern Londons Zuflucht finden.

Charles Chaplin bekam 1894 erstmals die Chance, bei einem Engagement seiner Mutter selbst vor Publikum mit einer Gesangsdarbietung aufzutreten. Als Neunjähriger wurde Charles auf Empfehlung seines Vaters von William Jackson für dessen Music-Hall-Gruppe The Eight Lancashire Lads engagiert. Chaplin erhielt während der erfolgreichen Tourneen der Lancashire Lads Kost und Logis sowie eine einfache Schulbildung.

Als sein Vater 1901 durch Alkoholmissbrauch starb, blieb Chaplin nur seine Mutter Hannah als Bezugsperson. Chaplin verließ die Lancashire Lads und fand Engagements an den Londoner Bühnen. Im Sommer 1903 spielte Chaplin in dem wenig erfolgreichen Theaterstück Jim, A Romance of Cockayne seine erste größere Rolle. Es folgte die Rolle des Laufburschen Billy in der von William Gillette verfassten Bühnenversion von Sherlock Holmes. Diese Inszenierung wurde ein großer Erfolg, Chaplin ging bis 1906 insgesamt viermal mit diesem Theaterstück auf Tournee. Auch sein Halbbruder Sydney wirkte in dem Ensemble mit, verließ die Theatertruppe aber wieder, als er bei Fred Karno unter Vertrag genommen wurde. Charles folgte seinem Bruder und unterschrieb 1908 einen Zweijahresvertrag bei Karno.

Aufstieg zum Bühnenstar

Charles Chaplin, um 1910

Bei Fred Karno, der mit seiner Theatertruppe die Tradition der Pantomimenspiele fortführte, stieg Charles Chaplin schnell zu einem der Hauptdarsteller auf. Sein erster Erfolg bei Karno war die Rolle des Trunkenbolds Swell in dem Stück Mumming Birds. 1910 übernahm Chaplin die Hauptrolle in der Neuproduktion Jimmy the Fearless, welche ihm erstmals positive Kritiken in den Zeitungen einbrachte. So bezeichnete ihn die Yorkshire Evening Star als einen „aufstrebenden Schauspieler“, dessen Auftritt ihn als einen geborenen Komiker auswies.[1]

Karno bot Chaplin daraufhin an, mit einem Ensemble auf eine Tournee durch Nordamerika zu gehen. Vom Juni 1910 bis Juni 1912 spielte Karnos Truppe in den Vereinigten Staaten und Kanada. Vor allem Chaplins Eskapaden in A Night in an English Music Hall, einer Wiederaufführung von Mumming Birds, begeisterten das Publikum und die Presse. Nach nur fünf Monaten in England schickte Karno Chaplin erneut nach Amerika für eine zweite Tournee.

Die zweite Tournee verlief allerdings nicht so erfolgreich wie die erste, weshalb Chaplin dankbar auf das Interesse der Filmindustrie an ihm reagierte. Im Mai 1913 erfolgte eine erste Kontaktaufnahme durch Adam Kessel und Charles O. Baumann, den Inhabern der New York Motion Picture Company. Im Juli waren sich Chaplin und die New York Motion Picture Company einig über eine Zusammenarbeit. Am 25. September 1913 unterschrieb Chaplin den Vertrag, mit dem er sich für ein Jahr als Filmschauspieler bei Mack Sennetts Keystone Studios, dem Komödienspezialisten der New York Motion Picture Company verpflichtete. Chaplin wurde ein Gehalt von 150 Dollar in der Woche zugesagt. Chaplin verließ daraufhin am 28. November 1913 nach dem Gastspiel in Kansas City die Karno-Truppe.

Keystone

Chaplin in Mabel’s Busy Day (1914)

Im Januar 1914 trat Charles Chaplin seine neue Stelle in den Keystone Studios an. In den ersten Wochen hatte er große Probleme, mit den chaotischen Arbeitsbedingungen bei Keystone zurechtzukommen. Chaplin war von Karno monatelange Proben an den Sketchen gewohnt, bis jede Geste und jede Pointe perfekt saß. Mack Sennett arbeitete dagegen meist ohne Drehbuch, seine Produktionen wurden nicht nur schnell abgedreht, sondern wiesen auch ein hohes Tempo in der Handlung auf. Sennetts Star war Ford Sterling, dessen wilde Grimassen in einem krassen Gegensatz zu Chaplins eher subtiler Komik standen.

Erst Ende des Monats wurde Chaplin in einem Film eingesetzt. Der Einakter Making a Living entstand unter der Regie von Henry Lehrman, der auch den Helden der Geschichte spielte. Chaplin war der Bösewicht, dessen Auftreten an den Charakter aus dem Karno-Stück A Night in an English Music Hall erinnerte.

Unzufrieden mit seiner Rolle, entwickelte Chaplin in den folgenden Filmen eine neue Figur. Er lieh sich ein altes Paar Schuhe von Ford Sterling und eine Hose von Arbuckle (die ihm viel zu groß war), eine Melone von Arbuckles Stiefvater, eine zu kleine Jacke von Charles Avery und den falschen Bart von Mack Swain. Der „Tramp“ tauchte erstmals in den Filmen Kid Auto Races at Venice (erschienen am 7. Februar 1914) und Mabel’s Strange Predicament (erschienen am 9. Februar 1914) auf. Zwar missfiel Sennett der Eigensinn Chaplins, doch ließ er ihn aufgrund dessen Erfolgs gewähren.[2]

Schließlich zeichnete Chaplin für Regie, Drehbuch und Schnitt seiner Filme verantwortlich.

Essanay

Seine schnell wachsende Beliebtheit beim Publikum führte zu lukrativen Engagements bei anderen Filmproduktionsgesellschaften. 1915 wechselte er für 1.250 Dollar pro Woche und einer Einmalzahlung von 10.000 Dollar zu Essanay, 1916 für 10.000 pro Woche plus einmalig 150.000 zur Mutual Corporation. In diesen Jahren lernte er Edna Purviance kennen, die in 35 seiner Filme mitspielte und mit der er bis 1917 auch privat eine Beziehung hatte. Weil er sich beim Kriegseintritt der USA nicht freiwillig als Soldat meldete, begann eine politische Kampagne gegen den Briten Chaplin. Dennoch schloss die First National einen Vertrag mit ihm ab, der ihm nicht nur einen siebenstelligen Betrag brachte, sondern ihm auch die Rechte an seinen nun selbst produzierten Filmen zusicherte. 1918 heiratete der 28-jährige Chaplin die 16-jährige Schauspielerin Mildred Harris. Sie hatten einen gemeinsamen Sohn Norman Spencer (* 7. Juli 1919), der bereits drei Tage nach der Geburt starb. Die Ehe wurde am 13. November 1920 geschieden. Am 6. Februar 1921 präsentierte er seinen ersten Langfilm: In The Kid verarbeitete er auch Erinnerungen an seine ärmliche Kindheit. Im September 1921 startete Chaplin eine Europareise, die er in seinem Buch My Trip Abroad festhielt.

1919–1927: Gründung der United Artists

Chaplin während eines Deutschlandbesuchs vor dem Reichstag in Berlin im März 1931

Nachdem sein Vertrag bei der First National auslief, gründete Chaplin zusammen mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks sen. und D. W. Griffith im Jahre 1919 die United Artists als unabhängigen Filmverleih der beteiligten Künstler.

Um einen größeren gesellschaftlichen Skandal abzuwenden, heiratete er 1924 die 16-jährige Lita Grey, die für seine nächste Produktion The Gold Rush (Goldrausch) als seine Filmpartnerin vorgesehen war. Lita war zu diesem Zeitpunkt von Chaplin schwanger. Sie wurde noch Mutter eines weiteren Sohnes Chaplins (Sydney Earle), bevor die Ehe 1927 in einem aufsehenerregenden Prozess geschieden wurde.

1936: Moderne Zeiten

Obwohl bereits der Tonfilm etabliert war, brachte Chaplin mit Lichter der Großstadt (1931) und Moderne Zeiten (1936) zwei weitere Stummfilme in die Kinos. Die musikalische Tonspur komponierte er in beiden Fällen selbst. Außerdem arbeitete er mit Toneffekten, auch um die beliebten Tonfilme zu parodieren, denen Chaplin skeptisch gegenüberstand. Der Erfolg an den Kinokassen bestätigte Chaplins herausragende Stellung als Filmkomiker. Da Chaplin in Moderne Zeiten die Auswüchse der Industrialisierung und des Kapitalismus kritisiert, wurde ihm in den USA von konservativen Kreisen eine antikapitalistische und kommunistische Einstellung vorgeworfen. Privat war er nun mit seiner Filmpartnerin Paulette Goddard liiert, die er 1936 heimlich heiratete.

1940–1942: Der große Diktator

Im Oktober 1940 war die Premiere von Chaplins erstem Tonfilm The Great Dictator (Der große Diktator). Chaplins satirische Slapstick comedy des Faschismus richtete sich symbolisch auch gegen die US-Staatsmacht und den Militarismus allgemein. Diesen Anti-Hitler-Film wollte die US-amerikanische Zensurbehörde zuerst nicht genehmigen. Die Konservativen Amerikas unterschätzten anfangs Hitlers Machtwahn und hielten ihn für einen großartigen Politiker, da er quasi ein Verbündeter in Europa gegen den Bolschewismus bzw. den Kommunismus Stalins war. Chaplins Film passte ihnen also gar nicht ins Konzept. Der Film war für Chaplin wirtschaftlich besonders erfolgreich[3].

Chaplin hat auf die Angriffe von Nationalsozialisten, die ihn (fälschlicherweise) als Juden titulierten (z. B. in dem 1940 gedrehten antisemitischen Propagandafilm Der ewige Jude), aus Solidarität mit den Verfolgten nie reagiert.

1942 wurde die Ehe mit Paulette Goddard geschieden. Kurz danach lernte Chaplin Oona O’Neill, die Tochter des Dramatikers Eugene O’Neill kennen und lieben. Mit ihr fand Chaplin sein Eheglück. Die beiden heirateten am 16. Juni 1943, Oona war damals 18 Jahre alt. 1944 wurde als ältestes der acht gemeinsamen Kinder die Tochter Geraldine geboren, 1946 folgte Michael Chaplin.

1947–1952: Politische Probleme und die Ausweisung aus den USA

Im Oktober 1947 musste Chaplin wiederholt vor dem Komitee für unamerikanische Umtriebe (House Un-American Activities Committee, HUAC) aussagen, und FBI-Chef J. Edgar Hoover, ein erbitterter Gegner Chaplins, versuchte, diesem die Aufenthaltsgenehmigung zu entziehen. Im Dezember 1947 veröffentlichte der Filmstar in der englischen Sonntagszeitung Reynold’s News den Artikel „Ich erkläre Hollywood und seinen Bewohnern den Krieg!“.[4]

Obwohl Chaplin seine größten Erfolge in den USA errang, behielt er seine britische Staatsangehörigkeit. Er selbst sah sich als Weltbürger. Charles Chaplin war liberal, kritisch und Pazifist und passte daher nicht ins Idealbild der Regierung von einem Filmstar. Auch stieß man sich an seinem Lebenswandel.

Chaplin war in der Bevölkerung überaus beliebt und parodierte hintergründig auch die amerikanische Gesellschaft; deshalb war er für den Staatsapparat verdächtig. Ihm wurde mangelnde Verfassungstreue vorgeworfen. In den 1930er/1940ern konnte man in den USA schon durch die spöttische Hinterfragung der herrschenden Gesellschaftsordnung als marxistisch oder kommunistisch verdächtigt werden.

1949 und 1951 bekamen die Chaplins zwei weitere Kinder: Josephine Chaplin und Victoria Chaplin.

Am 18. September 1952, zu Beginn der McCarthy-Ära, verließ Chaplin die Vereinigten Staaten für einen Kurzbesuch in England. Anlass war die Weltpremiere seines dort spielenden Films Rampenlicht. Als Hoover davon erfuhr, verhinderte er durch ein Verfahren (wegen subversiver Tätigkeiten) Chaplins Rückkehr in die Vereinigten Staaten. Dieser beschloss, in Europa zu bleiben, zog im Dezember 1952 in die Schweiz und ließ sich im Anwesen Manoir de Ban oberhalb Corsier-sur-Vevey am Genfersee nieder.

1953–1957: Ein König in New York

1953 und 1957 wurden Eugene Chaplin und Jane Chaplin geboren.

1957 verarbeitete Chaplin seine bitteren Erfahrungen mit den USA in der Satire Ein König in New York (A King in New York.) In diesem Film prangert er auch den frühen Obskurantismus in den USA an. Chaplin: „America is so terribly grim in spite of all that material prosperity.“[1]

1959–1977: Die Gräfin von Hong Kong und Chaplins letzte Jahre

1959 und 1962 wurden Annette-Emilie Chaplin und Christopher Chaplin geboren.

1967 drehte Chaplin den Film Die Gräfin von Hongkong (A Countess from Hong Kong), in dem er selbst nur in einer kleinen Nebenrolle zu sehen ist. Nach Beendigung des Filmes traten immer öfter körperliche Beschwerden auf, sein früher robuster Gesundheitszustand wich der Gebrechlichkeit der letzten Jahre.

1972 kehrte er noch einmal kurz zur Verleihung des Ehrenoscars in die USA zurück. [2]

Am 25. Dezember 1977 verstarb Chaplin im Alter von 88 Jahren im Schlaf in Vevey in der Schweiz.

Das Grab von Charles Chaplin und seiner Frau

Nach dem Tod

Zwei Monate nach Chaplins Tod, in der Nacht vom 1. auf den 2. März 1978, wurde seine Leiche vom Friedhof in Corsier-sur-Vevey (Schweiz) gestohlen. Die Täter wollten von den Hinterbliebenen Geld erpressen. Der Plan scheiterte, sie wurden gefasst, und Chaplins sterbliche Überreste wurden erneut beerdigt. Nach dem Tod seiner Witwe Oona hat man das Grab 1991 zubetoniert.

Eine Skulptur Charlie Chaplins, geschaffen von dem englischen Bildhauer John Doubleday, steht an der Seepromenade in Vevey, Genfersee.

Ein Spazierstock des Weltstars wurde bei einer Auktion von Filmrequisiten in London 2004 für 47.800 Pfund versteigert. Zwei Schnurrbärte zum Film Der große Diktator erzielten knapp 12.000 Pfund beziehungsweise rund 18.000 Pfund. [5]

Preise, Ehrungen und Auszeichnungen

Charles Chaplin (links oben)
  • 1925: Kinema Junpo Award (Japan) als bester künstlerischer Film für A Woman of Paris
  • 1927: Kinema Junpo Award (Japan) als bester ausländischer Film für Goldrausch
  • 1929: Ehrenoscar für „Vielseitigkeit und Genie in Bezug auf Schauspiel, Regie, Drehbuch und Produktion“ bei Der Zirkus
  • 1940: New York Film Critics Circle Awards für Der große Diktator (Chaplin lehnte die Annahme des Preises ab)
  • 1941: Oscar-Nominierung für Der große Diktator (bester Film, bestes Original-Drehbuch, beste Hauptrolle)
  • 1948: Oscar-Nominierung für Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris (bestes Original-Drehbuch)
  • 1949: Bodil Award (Dänemark) für Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris (bester amerikanischer Film)
  • 1953: Blue Ribbon Award (Japan) für Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris (bester fremdsprachiger Film)
  • 1953: Silver Ribbon (Bester ausländischer Film/Miglior Film Straniero) des Italian National Syndicate of Film Journalists für Rampenlicht
  • 1953: Kinema Junpo Award (Japan) als bester ausländischer Film für Monsieur Verdoux – Der Frauenmörder von Paris
  • 1954: Internationaler Friedenspreis des Weltfriedensrates („Leninpreis“)
  • 1959: Bodil Award (Dänemark) (Ehren Award)
  • 1961: Kinema Junpo Award (Japan) als bester ausländischer Film für Der große Diktator
  • 1962: Ehrendoktor der Universität Oxford
  • 1971: Mitglied der französischen Ehrenlegion
  • 1972: Ehrenoscar für seine „unschätzbaren Verdienste um die Filmkunst“
  • 1972: Gala Tribute der Film Society of Lincoln Center
  • 1972: Goldener Löwe der Filmfestspiele von Venedig für sein Lebenswerk
  • 1973: Oscar für die beste Originalmusik für Rampenlicht (Limelight)
  • 1974: Honorary Life Member Award der Directors Guild of America
  • 1974: Jussi Awards (Finnland) als „Best Foreign Filmmaker“ für Moderne Zeiten und Der große Diktator
  • 1975: Zum Ritter geschlagen durch Königin Elisabeth II. von England (Knight Commander of the British Empire)
  • 1977: BAFTA-Award (Academy Fellowship)

Chaplin war korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste der DDR

Filmografie

Erhaltungszustand und Restaurierung

Die Filme Chaplins werden seit Jahren im Auftrag der Chaplin Association von der Cineteca di Bologna in Italien restauriert.

Keystone Studios

1914

  • Making a Living (2. Februar)
  • Kid Auto Races at Venice (7. Februar)
  • Mabel’s Strange Predicament (9. Februar)
  • Between Showers (28. Februar)
  • A Film Johnnie (2. März)
  • Tango Tangles (9. März)
  • His Favorite Pastime (16. März)
  • Cruel, Cruel Love (26. März)
  • The Star Boarder (4. April)
  • Mabel at the Wheel (18. April)
  • Twenty Minutes of Love (20. April)
  • Caught in a Cabaret (27. April)
  • Caught in the Rain (4. Mai)
  • A Busy Day (7. Mai)
  • The Fatal Mallet (1. Juni)
  • Her Friend the Bandit (4. Juni) (Der einzige Film mit Chaplin, der verloren ging.)
  • The Knockout (11. Juni)
  • Mabel’s Busy Day (13. Juni)
  • Mabel’s Married Life (20. Juni)
  • Laughing Gas (9. Juli)
  • The Property Man (1. August)
  • The Face on the Bar Room Floor (10. August)
  • Recreation (13. August)
  • The Masquerader (27. August)
  • His New Profession (31. August)
  • The Rounders (7. September)
  • The New Janitor (14. September)
  • Those Love Pangs (10. Oktober)
  • Dough and Dynamite (26. Oktober)
  • Gentlemen of Nerve (29. Oktober)
  • His Musical Career (7. November)
  • His Trysting Place (9. November)
  • Tillie’s punctured Romance (14. November)
  • Getting Acquainted (5. Dezember)
  • His Prehistoric Past (7. Dezember)

Essanay Film Manufacturing Company

1915

  • Sein neuer Job (His new job) (1. Februar)
  • Eine verbummelte Nacht (A night out) (15. Februar)
  • Der Champion (The champion) (11. März)
  • Im Park (In the park) (18. März)
  • Introduction Charlie Chaplin (Wir stellen vor: Charlie Chaplin) (31. März)
  • Entführung (A Jitney Elopement) (1. April)
  • The Tramp (11. April)
  • By the Sea (29. April)
  • His Regeneration (7. Mai) (Statistenrolle)
  • Work (21. Juni)
  • A Woman (12. Juli)
  • The Bank (9. August)
  • Shanghaied (4. Oktober)
  • A Night in the Show (20. November)
  • Burlesque on Carmen (18. Dezember)

1916

  • Police (27. Mai)

1918

  • Triple Trouble (zusammengeschnitten aus unfertigen Chaplin-Filmen – zwei Jahre, nachdem er das Filmstudio verlassen hatte)

Mutual Film Corporation

1916

  • Der Ladenaufseher (The Floorwalker) (15. Mai)
  • Der Feuerwehrmann (The Fireman) (12. Juni)
  • Der Vagabund (The Vagabond) (10. Juli)
  • Ein Uhr nachts (One A.M.[6]) (7. August)
  • Der Graf (The Count) (4. September)
  • Das Pfandhaus (The Pawnshop) (2. Oktober)
  • Hinter der Leinwand (Behind the Screen) (13. November)
  • Die Rollschuhbahn (The Rink) (4. Dezember)

1917

  • Easy Street (Easy Street) (22. Januar)
  • Die Kur (The Cure) (16. April)
  • Der Einwanderer (The Immigrant) (17. Juni)
  • Der Abenteurer (The Adventurer) (22. Oktober)

First National

1918

  • Ein Hundeleben (A Dog’s Life) (14. April)
  • The Bond (29. September)
  • Gewehr über (Shoulder Arms) (20. Oktober)

1919

  • Sunnyside (15. Juni)
  • A Day’s Pleasure (15. Dezember)
  • The Professor (unvollendet)

1921

1922

  • Pay Day (2. April)

1923

  • Der Pilger (The Pilgrim) (26. Februar)

United Artists

1923

1925

1928

1931

1936

1940

1942

  • The Gold Rush (19. Mai); Neuveröffentlichung mit neu aufgenommener Musik und Erzählungen von Chaplin

1947

1952

Spätere Produktionen

1957

1959

  • The Chaplin Revue (1. September) (Zusammenschnitt aus A Dog’s Life, Shoulder Arms und The Pilgrim)

1965

  • Ken Murray`s Hollywood

(Ein Film des Cutters Ken Murray, in dem neben vielen anderen Reminiszenzen an Persönlichkeiten Hollywoods, die er gekannt und gefilmt hat, auch Chaplin erscheint.)

1967

in diesem Film hat Chaplin nur eine Kleinstrolle (5. Januar)

1976

  • A Gentleman Tramp (Die Geschichte meines Lebens)

(Eine biographische Darstellung mit mehreren neuen Elementen, darunter von Chaplin freigegebene Ausschnitte aus seiner Probenarbeit in den zwanziger Jahren und eine Sequenzen, die in den Jahren 1973 und 1974 am Genfer See gedreht wurden)

Sonstige

  • The Nut (6. März 1921) (Statistenrolle)
  • Souls for Sale (27. März 1923) (Statistenrolle)
  • Show People (11. November 1928) (Statistenrolle)

Veröffentlichungen

  • My Autobiography. Simon & Schuster, 1964
    • Die Geschichte meines Lebens. S. Fischer, Frankfurt 1964; um einen Bildteil erweiterte Ausgabe: Fischer-Taschenbuch-Verlag, Frankfurt 1998, ISBN 3-596-14061-7
  • Die Wurzeln meiner Komik. in: Allgemeine unabhängige jüdische Wochenzeitung. Marx, Düsseldorf 3. März 1967. ISSN 0002-5941

Literatur

Filme über Charles Chaplin

Feature & Hörspiel

  • Der Mann im Mond. Ein Radioballett mit Charlie Chaplin. – Feature von Evelyn Dörr. Regie: Claudia Leist. WDR 2002.
  • Charlies Himmelfahrt. – Kriminalhörspiel von Sabine Bohnen und Bernd Breitbach. Regie: Wolfgang Rindfleisch. Deutschland Radio Kultur 2005 (Das Stück greift die Geschichte um die Grabschändung auf).

Einordnung

Chaplin zählt mit Buster Keaton und Harold Lloyd zu den bekanntesten Komikern der Stummfilmzeit. Anders als Keaton, der betont trocken und unsentimental, in einigen Fällen zynisch spielt, inszenierte Chaplin gerne romantische Liebesgeschichten, bei welchen die Frauen bewusst als idealisierte Sehnsuchtsobjekte in Szene gesetzt sind. Bei Keatons Filmen sind die Frauen dem männlichen Helden ebenbürtig. Anders als Chaplin setzt Keaton Pathos nur zur Parodie ein.

Einzelnachweise

  1. zitiert in: David Robinson: Chaplin. Sein Leben, seine Kunst., S. 114.
  2. Mary Pickford: People & Events im American Experience (englisch).
  3. Annette Langer: Interview mit SPIEGEL TV-Autor Michael Kloft, Spiegel-Online
  4. Chaplin kontra Hollywood. Arbeiter-Zeitung vom 11. Dezember 1947, S. 4 (online)
  5. Quelle: http://www.zisch.ch/navigation/top_main_nav/NEWS/Kultur/detail.htm?client_request_contentOID=16716
  6. Charlie Chaplin’s “One A.M.” (1916), archive.org

Weblinks zu zu

 Commons: Charlie Chaplin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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