Aserbaidschan-Türken
Die Aserbaidschaner (Eigenbezeichnung آذری / Āẓarī / Azəri; dt. auch Aseri) sind eine turksprachige Ethnie in Westasien, deren Hauptsiedlungsgebiet sich im Nordwesten Irans und in der Republik Aserbaidschan befinden. Ihre Sprache gehört zum oghusischen Zweig der Turksprachen und ist eng verwandt mit Türkisch und Turkmenisch.
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Religion
Anders als bei den meisten muslimischen Völkern bekennt sich die Mehrheit der Aseri zum schiitischen Islam.
Siehe auch: Islam in Russland
Anzahl
Weltweit leben circa 25 Millionen Aserbaidschaner. Rund 7,7 Millionen Aserbaidschaner leben in Aserbaidschan und 12-15 Millionen im benachbarten Iran (rund 24% der Gesamtbevölkerung laut CIA World Factbook (2009).[1] Bilingualismus – Russisch in Aserbaidschan und Persisch im Iran – ist weit verbreitet.
Knapp 300.000 Aserbaidschaner leben in Georgien und 622.000 in Russland. In Armenien leben 20.000 Aserbaidschaner und in der Ukraine 45.200. Über 700.000 Aserbaidschaner leben in anderen Turkstaaten, 535.000 in der Türkei, 78.300 in Kasachstan, 62.000 in Usbekistan und 52.000 in Turkmenistan. In der Türkei leben die Aserbaidschaner überwiegend in den Provinzen Iğdır und Kars. 4.000 Aserbaidschaner leben auch in Jordanien und 30.000 in Syrien, die dort allerdings als „Türken“ bezeichnet werden. Auch die heute rund 340.000 Personen umfassende Volksgruppe der Turkomanen im Irak ist sprachlich den Aserbaidschanern zuzurechnen.
Literatur
- Jacob M. Landau, Barbara Kellner-Heinkele: Politics of Language in the Ex-Soviet Muslim States: Azerbaijan, Uzbekistan, Kazakhstan, Kyrgyzstan, Turkmenistan, Tajikistan, 2001 ISBN 1-85065-442-5
Einzelnachweise
- ↑ “Iran: People”, CIA: The World Factbook: 24% der Gesamtbevölkerung Irans; entspricht ca. 16.000.000.