Wahrzeichen
Ein Wahrzeichen ist ein typisches Merkmal oder Erkennungszeichen, durch das Gegenstände, insbesondere auch bewohnte Orte und Städte, charakterisiert werden. Dazu gehören in erster Linie markante Bauwerke, aber auch natürliche Gegebenheiten. Wahrzeichen können auch für abstrakte Begriffe entstehen. So kann das ehemalige World Trade Center in New York auch als ein Wahrzeichen des Kapitalismus interpretiert werden.
In der Geschichte des Handwerks spielten die Städtewahrzeichen eine große Rolle, da die wandernden Gesellen durch die Kenntnis der Wahrzeichen (damals oft: Kuriositäten einer Stadt) ihren Aufenthalt in anderen Städten belegen mussten.
Bis ins 17. Jahrhundert war das Wahrzeichen (von althochdeutsch wortzeihhan Wortzeichen im Sinne von “Losung”, Erkennungszeichen) ein Zeichen, das Aufmerksamkeit erregen sollte. Durch den Anklang wort/wahr wurde es umgedeutet in das heutige Verständnis.
Städte
Bestimmte Figuren, etwa aus Märchen, wie die Bremer Stadtmusikanten für Bremen und die Kleinen Meerjungfrau für Kopenhagen sind zu charakteristischen Wahrzeichen geworden.
Pflanzen wie die Rose für Hildesheim können Wahrzeichen werden.
Generell avancieren hohe Bauwerke aller Art sehr schnell zu Wahrzeichen von Orten, vor allem wenn sie von charakteristischer Konstruktion sind, so z. B. der Eiffelturm in Paris, der Stephansdom in Wien, der Berliner Fernsehturm oder Stari most (Die alte Brücke) in Mostar.
Auch unscheinbare Darstellungen wie das Manneken Pis in Brüssel sind Wahrzeichen geworden.