Tokugawa
| Die Tokugawa-Shōgune | ||
|---|---|---|
| Name | Lebensdaten | Regierungszeit |
| Tokugawa Ieyasu | 1543–1616 | 1603–1605 |
| Tokugawa Hidetada | 1579–1632 | 1605–1623 |
| Tokugawa Iemitsu | 1604–1651 | 1623–1651 |
| Tokugawa Ietsuna | 1641–1680 | 1651–1680 |
| Tokugawa Tsunayoshi | 1646–1709 | 1680–1709 |
| Tokugawa Ienobu | 1662–1712 | 1709–1712 |
| Tokugawa Ietsugu | 1709–1716 | 1713–1716 |
| Tokugawa Yoshimune | 1684–1751 | 1716–1745 |
| Tokugawa Ieshige | 1711–1761 | 1745–1760 |
| Tokugawa Ieharu | 1737–1786 | 1760–1786 |
| Tokugawa Ienari | 1773–1841 | 1787–1837 |
| Tokugawa Ieyoshi | 1793–1853 | 1837–1853 |
| Tokugawa Iesada | 1824–1858 | 1853–1858 |
| Tokugawa Iemochi | 1846–1866 | 1858–1866 |
| Tokugawa Yoshinobu | 1837–1913 | 1866–1867 |
Die Tokugawa (jap. 徳川氏, -shi) sind eine japanische Shōgun-Dynastie, die das Tokugawa-Bakufu (auch Edo-Periode, 1603–1867) begründete. Das Tokugawa-Bakufu (urspr. die Zeltregierung der Shōgune) nahm seinen Ausgang von General Tokugawa Ieyasu, von Imagawa Yoshimoto und Verbündeten von Oda Nobunaga.
Nach dem Tode Nobunagas, der von einem seiner Generäle angegriffen worden war und Seppuku beging, hatte sein fähigster General, der ehemalige gemeine Soldat Toyotomi Hideyoshi nach der Macht gegriffen, die Nobunaga vorher innegehabt hatte. Doch auch Hideyoshi war das Bakufu nicht vergönnt. Er starb und hinterließ nur einen minderjährigen Sohn. Daher wurde das entstandene Machtvakuum von Ieyasu ausgefüllt. Er hatte bereits unter Nobunaga gedient und war ein fähiger Feldherr. Nach Nobunagas Tod hatte er sich, nachdem beide sich anfänglich bekämpft hatten, mit Hideyoshi zusammengetan. Nach dessen Tod griff er nun selbst nach der Macht des Bakufus, die er erlangte, nachdem er seinen schwersten Widersacher Ishida 1600 in der Schlacht von Sekigahara besiegt hatte.
Die Herrschaft der Tokugawa zeichnete sich vor allem durch ihre für die japanische Geschichte sehr lange Dauer aus. Über 200 Jahre lang hielten sie sich an der Macht. Der Regierungssitz des Bakufu lag in Edo, dem späteren Tōkyō. Die Tokugawa herrschten mit eiserner Faust. Sie verfügten, dass die Daimyō einen festen Wohnsitz in Edo unterhalten und sich dort eine bestimmte Zeit im Jahr aufhalten mussten. Außerdem führten sie die Politik der Abschließung Japans ein, um so ihre Macht zu stabilisieren. Anders als die Hōjō Shikken oder die glücklosen Ashikaga-Shōgune wurde das Tokugawa-Bakufu erst gestürzt, als sich die Japaner 1868 mit der Meiji-Restauration wieder dem Tennō als Herrscher zuwandten.
Gegenwärtiges Familienoberhaupt seit 1963 ist Tokugawa Tsunenari.
Siehe auch
Literatur
- Julian Braun: Der ‘gemeinsame Weg von Schwert und Pinsel’: Philosophie und Ethik japanischer Kriegskunst der Tokugawa-Zeit (1603-1868). Dissertation, Eberhard Karls-Universität Tübingen 2006