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Sexting

Sexting ist die private Verbreitung erotischen Bildmaterials des eigenen Körpers über Multimedia Messaging Services (MMS) über Mobiltelefone. Das aus dem anglo-amerikanischen Sprachraum stammende Kofferwort setzt sich aus Sex und texting (engl. etwa: „Kurzmitteilungen verschicken“) zusammen.[1][2]

Inhaltsverzeichnis

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Verbreitung

Das vor allem von Teenagern und jungen Erwachsenen praktizierte Sexting basiert auf Foto-Tausch. Laut einer US-amerikanischen Studie der National Campaign to Prevent Teen and Unplanned Pregnancy haben 20 Prozent der 13- bis 19-Jährigen und 59 Prozent der 20- bis 26-Jährigen bereits Sextings versendet. 48 Prozent der Jugendlichen und 64 Prozent der jungen Erwachsenen haben Sexting-MMS empfangen.[3]

Problematik

Das Verbreiten und der Besitz von erotischem Bildmaterial Minderjähriger (Kinderpornografie) ist in den meisten Ländern verboten. Den minderjährigen Teilnehmern an dieser Variante eines „Ich zeig dir meins – Du zeigst mir deins“ mit den Mitteln der modernen Kommunikation droht in den Vereinigten Staaten durch das Versenden eine juristische Verfolgung mit schwerwiegenden Konsequenzen.[4][5][2][6]

Situation in Deutschland

In Deutschland kann Sexting bei Minderjährigen einen Verstoß gegen §184b oder §184c StGB begründen. Während laut ersterem sexuelle Darstellungen von Kindern unter 14 Jahren ausnahmslos verboten sind, lässt §184c im Fall sexueller Darstellungen Jugendlicher zwischen 14 und 17 eine Straffreiheit zu für den Fall, dass das fragliche jugendpornografische Material “im Alter von unter achtzehn Jahren mit Einwilligung der dargestellten Personen” hergestellt wurde. Da jedoch insbesondere der §184c erst seit November 2008 Rechtsgültigkeit hat [7], bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt abzuwarten, wie die deutsche Rechtsprechung diese neue Norm auf die Problematik des “Sexting” anwenden wird.

Während die Betreiber von Sexting dieses als „High-Tech-Flirt“ ansehen [8], weisen Kritiker auf die Gefahren der missbräuchlichen Verbreitung dieser Fotos, z. B. über soziale Netzwerke im Internet hin.[9]

Einzelnachweise

  1. ? Sex + Texting = Sexting auf der Webseite der Washington Post vom 10. Dezember 2008 (engl.)
  2. ? a b Amerikanische Teenager schocken Sittenwächter in der FAZ vom 7. Mai 2009
  3. ? www.thenationalcampaign.org: Sex and Tech: What’s Really Going On – Studie. (PDF-Datei; 485 KB)
  4. ? Spiegel Online: Zeigefreudige US-Teenager kassieren Kinderporno-Klagen. 15. Januar 2009.
  5. ? Ich zeig Dir meins 2.0 auf der Webseite der Berner Zeitung vom 15. Januar 2009
  6. ? Reymer Klüver: Von Posen und Possen in der Süddeutschen Zeitung vom 16. April 2009
  7. ? Bundesgesetzblatt (BGBl) vom 4. November 2008 – Einführung des §184c StGB (PDF-Datei; 50,1 KB)
  8. ? Sexting normal auf der Webseite der Canberra Times vom 14. Juli 2008 (engl.)
  9. ? CBS News:Teen “Sexting” Worries Parents, Schools. 4. Februar 2009.

Regierung warnt Teenager vor Nacktfotos auf Spiegel Online vom 6. Mai 2009
  • Teens and Sexting – Pew-Studie(englisch, pdf)
  • Sex and Tech – Studie (englisch, pdf)
  • © Diese Definition / dieser Artikel zu Sexting stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Sexting , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen. © Diese Definition / dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen.