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Rindfleisch

Dieser Artikel behandelt die Fleischsorte Rindfleisch; für weitere Bedeutungen siehe Rindfleisch (Begriffsklärung).

Rindfleisch, das Fleisch vom Hausrind, gehört neben dem Schweinefleisch zu den beliebtesten Fleischsorten der deutschen Küche. Die verschiedenen Muskelpartien des Rinds kommen oft als Ganzes (z. B. Rinderbraten), in Scheiben (z. B. als Steak) oder fein zerschnitten, zum Beispiel im Gulasch, auf den Tisch. Rindfleisch dient auch als Grundlage für Hamburger.

Inhaltsverzeichnis

Teilstücke

Schematische Darstellung der Teile vom Rind
Rindfleisch (durchwachsen)

Je nach Zerlegung lassen sich die folgenden Teilstücke unterscheiden (regionale Bezeichnungen in Klammern):

  1. Rinderhals (regional auch als Kamm oder Nacken bezeichnet)
  2. Querrippe (regional auch als Spannrippe bezeichnet)
  3. Rinderbrust (bestehend aus Brustspitze, Mittel- und Nachbrust)
  4. Fehlrippe
  5. Hochrippe (regional auch als Hohe Rippe oder Hohes Roastbeef bezeichnet)
  6. Roastbeef (Flaches Roastbeef)
    5 und 6 bilden ausgelöst das Zwischenrippenstück (Entrecôte)
  7. Filet (regional auch Lende oder Lungenbraten genannt)
  8. Kochendünnung
  9. Bauchlappen (regional auch Fleischdünnung genannt)
  10. Bug (regional auch Schulter oder Schaufel genannt)
  11. Oberschale (regional auch Kluft genannt), Unterschale und Nuss
  12. Schliem (je nach zerlegung ein Teil der Dünnung)
  13. Hüfte (Blume) und Schwanzstück (regional auch Unterschale oder Semer genannt) mit ansitzendem Tafelspitz.
  14. Hesse (regional auch Wade genannt)

Die Bezeichnungen können sich regional stark unterscheiden, siehe auch Regionale Küchenbegriffe. In Österreich, speziell die Wiener Teilung, und in der Schweiz unterscheiden sich die Schnittarten teilweise von der deutschen.

Verbrauch

Rinderhälften

Seit den ersten publikgemachten BSE-Fällen in England Anfang der 1990er Jahre haben viele Verbraucher den Verzehr von Rindfleisch eingestellt, aus Angst, sich mit dem Erreger der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit zu infizieren. Die Verkaufszahlen gingen von 10,4 kg Pro-Kopf-Verbrauch 1999 über 9,6 kg 2000 auf 6,8 kg 2001 zurück, als auch in Deutschland die ersten BSE-Fälle bekannt wurden; nach einigen Wochen stabilisierte sich der Umsatz jedoch wieder. Im Jahr 2004 wurden in Deutschland pro Kopf 8,8 kg Rind- und Kalbfleisch verbraucht, bei einem Gesamtverbrauch an Fleisch von 61,3 kg pro Kopf.

Entwicklung des Pro-Kopf-Verbrauchs von Rind- und Kalbfleisch in kg in Deutschland--------------------------------------------1999 	2000 	2001 	2002 	2003 	200410,4 	9,6 	6,8 	8,4 	8,4 	8,8--------------------------------------------(Quelle: Deutscher Fleischerverband)

Als Folge der BSE-Fälle hat der Gesetzgeber eine Etikttierung angeordnet, damit die Herkunft des Rindfleisches zurückverfolgt werden kann. Dies ist im Rindfleischetikettierungsgesetz geregelt.

Die größten Rindfleischproduzenten

Die drei wichtigsten Erzeugerländer für Rindfleisch sind die USA, Brasilien und die Volksrepublik China. Die bedeutendsten europäischen Produzenten sind Frankreich, Deutschland und Italien.

Die größten Rindfleischproduzenten weltweit (2004)
 Rang Land Produktion 
(in Tsd. t)
 Rang Land Produktion 
(in Tsd. t)
   1USA   11.207   10Kanada   1.425
   2Brasilien   7.774   11Deutschland   1.258
   3Volksrepublik China   6.267   12Italien   1.142
   4Argentinien   2.700   13Ukraine   730
   5Russland   2.100   14Spanien   721
   6Australien   2.033   15Neuseeland   700
   7Frankreich   1.590   16Vereinigtes Königreich   700
   8Mexiko   1.496   17Kolumbien   690
   9Indien   1.483   -   

Quelle: HandelsblattDie Welt in Zahlen (2005)

Sprachgebrauch

Der Begriff „Rindfleisch“ hat anderen Sprachgebrauch verdrängt, darunter die noch regional anzutreffende Bezeichnung als „Rindsfleisch“ oder „Rinderfleisch“. [1]

 Commons: Category:Meats – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

 Wikibooks: Rezepte mit Rindfleisch – Lern- und Lehrmaterialien

Quellen

  1. “Dritte Runde – Rindfleisch / Rindsfleisch”, Atlas zur deutschen Alltagssprache (AdA), Phil.-Hist. Fakultät, Universität Augsburg, 19. Juni 2006
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