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Mundharmonika

Mundharmonika
engl.: Harmonica, ital.: Armonica a bocca, frz.: Harmonica
KlassifikationAerophon
Tonumfang
Klangbeispiel Pumping sound on a Hohner Marine Band?/i
Verwandte InstrumenteAkkordeon, Shō, Sheng
Musiker
Little Walter, Bob Dylan, Howard Levy, Sonny Terry, Steven Tyler , Stevie Wonder
Kategorie:Mundharmonikaspieler
diatonische Mundharmonikas

Die Mundharmonika ist ein Musikinstrument mit Durchschlagzungen aus Metall in parallel angeordneten Luftkanälen. Die Luftkanäle werden direkt mit dem Mund angeblasen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

In den frühen 1820er Jahren tauchen Mundharmonikas erstmals auf und verbreiteten sich dann im deutschen Sprachraum. 1823 erwarb Johann Georg Meisel auf der Braunschweiger Messe eine Mundharmonika. Für Wien ist der Verkauf von Mundharmonikas ab 1825 belegt. 1826 baut Ignaz Hotz in Knittlingen Mundharmonikas nach. 1827 in Graslitz (Klingenthal) Nachbau durch Johann Georg Meisel gemeinsam mit Johann Langhammer. 1829 erhielt Johann Wilhelm Rudolph Glier vom physikalischen Verein in Frankfurt am Main eine Mundharmonika zum Geschenk und baute kurz darauf die Instrumente nach.

Die beiden in Deutschland heute noch bestehenden Hersteller von Mundharmonikas begannen 1847 (C.A.Seydel, CASS, Klingenthal) und 1857 (Matthias Hohner, Trossingen) mit der Herstellung.

Zur Vorgeschichte siehe:

Überblick

Die Mundharmonika ist im Vergleich zu den meisten anderen Musikinstrumenten klein, billig und unempfindlich. Durch die im 19. Jahrhundert auch in diatonischen Akkordeonen eingesetzte Richterstimmung eignen sich die diatonischen Mundharmonikas dazu, einfache Melodien gleichzeitig mit Begleitakkorden zu unterlegen, dafür sind nicht alle chromatischen Töne verfügbar. Die später entwickelten chromatischen Instrumente verfügen zwar über alle chromatischen Töne, erlauben aber in der Regel keine Begleitakkorde mehr.

In der klassischen Musik hat die Mundharmonika nur zwei größere Auftritte: Der brasilianische Komponist Heitor Villa-Lobos schrieb ein Konzert für Mundharmonika und Orchester und von Ralph Vaughan Williams gibt es eine Romanze für Mundharmonika und Streicher.

Eine besondere Stellung nimmt die Mundharmonika in der Blues-Szene ein (Blues Harp).

Bestandteile einer Mundharmonika

Stimmplatte auf dem Kanzellenkörper einer diatonischen Mundharmonika montiert. Gut sind hier die verschieden langen Stimmzungen zu sehen (je länger die Zunge, desto tiefer der Ton)
Kanzellenkörper und zwei Stimmplatten
Stimmplatte
Mundharmonika

Die Grundbestandteile einer Harmonika sind Kanzellenkörper, Stimmzungen und Stimmplatten.

Kamm

Der Hauptbestandteil des Instruments wird Kanzellenkörper, volkstümlich auch ‘Kamm’ genannt. Der Name kommt von den Ähnlichkeiten zwischen einfachen Harmonikas und einem Kamm. Ursprünglich wurden sie in Holz gefertigt, werden aber heutzutage häufig aus Kunststoff (ABS) oder Metall gefertigt. Der Kanzellenkörper enthält die Luftkammern, welche die Atemluft zu den Stimmzungen kanalisieren. Gewisse moderne, experimentelle Kammbauformen verfügen über sehr komplexe Luftführungsmechanismen.

Stimmplatte und Stimmzungen

Die Stimmplatten werden oben und unten auf dem Kanzellenkörper befestigt und durch Deckel aus Blech verkleidet. Die Stimmzungen (Tonzungen) sind auf die Stimmplatten genietet, so dass sie frei durch die darunter liegenden Ausschnitte in den Stimmplatten – die Tonlöcher – hindurchschwingen können. Die Abmessungen lassen einen definierten Luftspalt zwischen Tonloch und -zunge frei. Damit die Zunge durch die Blasluft anschwingen kann, muss sie ein wenig nach oben gebogen sein. An jeder Kanzelle sind jeweils eine nach innen gerichtete Druck- und eine nach außen gerichtete Sogzunge angeordnet, die entsprechend durch Blasen oder Saugen angeregt werden. Die jeweils inaktive Tonzunge hat beim normalen Spielen keinen Einfluss auf die Klangentstehung und verbleibt in Ruhelage. Für eine gleichmäßigere Verteilung der Biegespannung verjüngen sich die Querschnitte der Zungen zum freien Ende hin. Um die Kerbwirkung an der Einspannstelle der Zunge zu vermindern soll der Querschnittsverlauf frei von Unstetigkeiten sein.

Harmonikatypen

Chromatische Mundharmonika

Chromatische Mundharmonika

Chromatische Mundharmonikas erlauben es, über einen eingebauten Schieber alle Halbtöne der westlichen Musik abzudecken. Somit stehen ihnen alle Musikstile offen.

                       C# F  G# C# C# F  G# C# C# F  G#   C#     <=  Blastöne mit gedrücktem Schieber                       C  E  G  C  C  E  G  C  C  E   G   C      <=  BlastöneKanzelle :     =>     (1)(2)(3)(4)(5)(6)(7)(8)(9)(10)(11)(12)(Blasöffnung)          D  F  A  H  D  F  A  H  D  F   A   H      <=  Ziehtöne                       D# F# A# C  D# F# A# C  D# F#  A#  C      <=  Ziehtöne mit gedrücktem Schieber

Die Kanzellen 1-4 und 5-8 umfassen demnach bereits sowohl eine vollständige C-Dur-Tonleiter als auch bei gedrückt gehaltenem Tonschieber eine vollständige C#-Dur-Tonleiter, welche enharmonisch verwechselt auch als Db-Dur-Tonleiter benannt werden kann. In einer Kanzelle, die auch “(Ton-)Kanal” genannt wird, befinden sich also vier durch Plastikventile abgedichtete, sogenannte “Stimmfedern”, welche durch ein bzgl. der Lautstärke in gewünschter Luftstromstärke dosiertes Blasen oder Ziehen zum “Schwirren” gebracht werden und durch ihren physikalischen Längenzuschnitt die jeweils tiefen bis hohen Töne erzeugen.

Die chromatische Mundharmonika wird zumeist – wie andere, obligate Blasinstrumente – eintönig gespielt, wobei es zwei Spieltechniken gibt. Eine diese Spieltechniken ist das beliebte “tongue-blocking”. Hierbei wird die Zunge auf das Mundstück gelegt und (je nach individueller Spielart und Mundgröße) mehrere Tonkanäle ständig abgedeckt, so dass im rechten Mundwinkel eine Kanzelle zur Erzeugung des Melodietones offengelassen wird. Die bei anderen Mundharmonikamodellen gern und oft praktizierte rhythmisierende Zungenschlagtechnik wird bei der chromatischen Mundharmonika aus harmonischen Gründen eher nicht angewendet. Die andere Spieltechnik ist die mit dem “gespitzten Pfeifmund”. Wie beim Pfeifen eines Liedes wird das Loch zwischen Ober- und Unterlippe so stark verkleinert, dass die Atemluft nur einen einzigen Tonkanal bedient.

Beide Spieltechniken sind anfänglich gewöhnungsbedürftig allein schon dadurch, dass die Gestaltung der Arbeit mit dem Mund im Zusammenhang mit dem Gebrauch der Harmonica zunächst recht schwierig erscheinen mag. Hier hilft wieder einmal nur Geduld, bis sich der Erfolg nach einigem Übungsaufwand einstellt.

Es gab auch eine chromatische Mundharmonika mit zwei Schiebern, die Hohner Chordomonica II, die auf einer Erfindung von Chamber Huang basiert. Sie soll in den 80er Jahren, nach anderen Angaben 60er Jahren, außer Produktion genommen worden sein.

Chromatische Mundharmonikas ohne Schieber ermöglichen das chromatische Spiel ohne Schieber (z. B. Tombo Violin Scale, Tombo Chromatic Single). Dabei tragen sie zwei Tonreihen übereinander, die um genau einen Halbton verschieden voneinander sind. Dadurch wird es möglich, die von einem Gestell gehaltene Mundharmonika chromatisch parallel zur Gitarre zu spielen. Für einen Halbton muss man lediglich kurz in die andere Lochreihe wechseln. Manche chromatische Schieber-Mundharmonikas können auch leicht zu schieberlosen umgebaut werden.

Diatonische Mundharmonikas

Richter-Mundharmonika

Bluesmundharmonika mit Holzkanzellen

Hauptartikel: Richter-Harmonika

Eine diatonische Mundharmonika hat in ihrer “Richter”-Ausführung 10 Kanzellen (Blasöffnungen). Sie ist mit ihren in verschiedenen Tonhöhen auf oder abwärtslaufend nicht chromatisch, d.h., in Halbtonschritten, sondern in der sogenannten „Richterstimmung” gestimmt. Der Volksmusikant Herr Richter lebte im 19. Jahrhundert und trug dazu bei, dass sich die damaligen Ideen bezgl. der Einstimmung und Anordnung von Tönen in der zunächst ausschließlich diatonisch gestimmten “Richterharp” durchsetzten und bis heute behaupten. Indem Richter im Bereich der tiefen Töne (linke Seite des Instrumentes) auf Blasen die Harmonie des Grunddreiklangs (= Tonika)und auf Ziehen die Töne der (Ober-Dominante)zur rhythmischen Untermalung seiner im rechten Mundwinkel erzeugten Töne zur Gestaltung von Melodien nutzte, initiierte er neben anderen Spielern seiner Zeit eine damit eine nunmehr weltweit praktizierte Spieltechnik, die >Zungenschlag-Spieltechnik<. Vereinfacht gesagt: Dabei hebt man die auf das Mundstück liegende Zunge je nach Taktform (3/4-, 4/4-Takt etc.) meist für die Dauer eines 1/4-Taktschlages ab, führt sie dann kurz wieder auf das Mundstück zurück, um dann diesen Vorgang vielfach bis zum Ende des Liedes (songs) zu wiederholen. Der Unterdominant-Dreiklang (= die Subdominante) lässt sich auf der gleichen Mundharmonika nicht erzeugen, weswegen viele Mundharmonikaspieler gleichzeitig mehrere, nämlich in anderen Tonarten gestimmte Instrumente gleicher Bauweise in den Händen halten und je nach Erfordernis beim Musizieren abwechselnd an den Mund führen. Im Gegensatz zur chromatischen Mundharmonika, auf welcher übrigens aus harmonischen Gründen nicht mit der >Zungenschlag-Spielweise< musiziert wird, ist auf der >Richter<-Mundharmonika eine Anordnung von Tönen in deren Form von >Stimmfedern<, durchgehend über den gesamten Tonumfang in Halbtonabständen (= kleine Sekunde) nicht gegeben. Dennoch lässt sich die diaton. Richterharp mit ihren zehn Tonkanälen vollchromatisch spielen, sofern der dieses Erreichenwollende seinen nun herausgeforderten Ehrgeiz in ein meist langwieriges Üben investiert. Die metallenen Stimmzungen lassen sich nämlich durch >bestimmte Atemtechnik< bzw. >Zungenakrobatik< und >Atemluftdruck- und Mundraumveränderungen< bis zu drei Halbtonschritten (= kleine Terz) sowohl herabziehen (durch “ziehen benden”) als auch durch blasen um einen halben Ton (= kl. Sekunde) herabdrücken. Auch ein Hochbiegen des eingebauten Tones durch ein entsprechendes Ziehen (= >overdraw<) und durch ein besonderes blasen (= >overblow<) kann in ein dann sehr anspruchsvoll vortragbares Spiel realisiert werden. Das macht das Spiel und den dabei entstehenden Sound (Klang)auf der auch >Bluesharp< genannten kleinen Mundharmonika für viele aktive wie zuhörende Freunde dieses Genres besonders reizvoll.

      Der Tonaufbau einer in C-Dur gestimmten >Richter<-Mundharmonika:
         Kanalloch-Nummer:    1   2   3   4   5   6   7   8   9   10                 Blastöne:    c   e   g   c   e   g   c   e   g   c                 Ziehtöne:    d   g   b   d   f   a   b   d   f   a                                     (h)             (h)

Die zu erzielenden Halbtonschritt-Töne sind hier zugunsten einer einfachen Übersicht nicht angegeben worden.

Tremoloharmonika

Tremoloharmonika

Hauptartikel: Tremoloharmonika

Das entscheidende Merkmal einer Tremolo-Mundharmonika (auch Wiener Stimmung genannt) ist, dass sie zwei Stimmzungen pro Ton besitzt, wobei eine wenig höher, die andere wenig tiefer intoniert ist als die Zielnote, was einen einzigartigen welligen oder trällernden Klang erzeugt. Die asiatische Version, die alle Noten umfasst, findet in der ostasiatischen Unterhaltungsmusik Verwendung.

 Hörbeispiel?/i

Oktavmundharmonika

Oktavharmonika

Hauptartikel: Oktavharmonika

Oktavharmonikas (auch Knittlinger-Stimmung genannt) haben zwei Blättchen pro Blasloch, welche um eine genaue Oktave verschoben intoniert sind. Viele sind von der Bauweise mit der einer Tremoloharmonika (wie oben beschrieben) identisch, basieren also auf dem “Wiener System”.

 Hörbeispiel?/i

Sonderstimmung

Hauptartikel: Sonderstimmung (Mundharmonika)

Eine Sonderstimmung besitzt eine vom Standard abweichende Aufteilung der Töne. Dabei werden je nach Sonderstimmung verschiedene Ziele verfolgt. Eigentlich müsste es Sondertonarten heißen, da es sich nicht um die Aufteilung der Oktave in Töne handelt, sondern um die Anordnung der verschiedenen Töne. Allerdings hat sich die Bezeichnung Sonderstimmung im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt. Die Standard-Mundharmonika orientiert sich in ihrer Aufteilung nach den gebräuchlichen Dur-Tonarten, während bei Sonderstimmungen das Instrument oft in ethnischer Musik Verwendung finden soll, es bessere Bendingmöglichkeiten aufweisen muss, Spezialeffekte erzielt werden sollen u.v.m.

Weitere Mundharmonika-Typen

  • Begleiter-Mundharmonika
  • Bass-Mundharmonika
  • Kreuzwender
Ein Kreuzwender ist aus mehreren Mundharmonikas zusammengesetzt. Seitlich betrachtet sieht er wie ein Kreuz aus, da er vier oder sechs Einzelinstrumente beinhaltet. Jedes Einzelinstrument besitzt eine andere Tonart.

Spieltechnik und Theorie

Bluesharp

Durch die Anordnung von einem Blaston und einem Ziehton pro Kanzelle kann durch Veränderung des Mundraumes beim Spielen die Tonhöhe abweichend von ihrer eigentlichen Stimmung verändert werden; z. B. kann dadurch beim Atem-Ziehen durch die Kanzelle auch die Blaston-Stimmzunge in Bewegung versetzt werden (Überziehen). Daraus ergibt sich eine Tonhöhenveränderung um mindestens einen Halbton.

Somit hat ein geschickter Mundharmonikaspieler auf seiner diatonischen Bluesharp mehr Töne zur Verfügung, die ohne diese Effekte (genannt: blas/zieh Bending und blas/zieh Overbend) in der Richter-Stimmung nicht zur Verfügung ständen.

Das Bending (engl. für Biegen) ist eine besonders bei Blues-Musikern verbreitete Spielweise, da nicht nur mit den von der Tonleiter zu Verfügung stehenden Tönen (chromatisch) gespielt werden kann, sondern ein gleitender Ton-zu-Ton-Übergang und das Spielen mit Bluenotes und anderen speziellen Leittönen, wie er beim Blues üblich ist, möglich wird.

Akkorde

Die Beispiele sind auf eine Richter-Harmonika in C-Dur bezogen.

Geblasene AkkordeBläst man durch mindestens 3 aneinanderliegende Kanzellen gleichzeitig,ertönt immer ein C-Dur Akkord:                                              C    (C E G).
Gezogene AkkordeZieht man an Kanzelle 1-4 gleichzeitig, so ertönt der Dur-Akkord:         G    (D G H (D))Zieht man an Kanzelle 3-5 gleichzeitig, so ertönt der verminderte Akkord: H°   (H D F)Zieht man an Kanzelle 4-6 gleichzeitig, so ertönt ein Moll Akkord:        dm   (D F A)

Damit ermöglicht die Richterstimmung eingeschränkte Akkordbegleitung. Die oberen Kanzellen eignen sich wegen der Tonhöhe weniger zur Akkordbegleitung. Eine etwas anspruchsvollere Anwendung der Akkorde ist z. B. in einem Lied nach manchen Melodietönen den passenden Akkord anzuspielen und anschließend mit der Melodie fortfahren.

Bending

Das Blas- und Zieh-Bending wird auf die gleiche Weise erzeugt, nur die Luftrichtung ist entgegengesetzt. Um das Bending zu erzeugen muss man die Zunge heben um den Luftstrom am Gaumen einzuengen. Dabei soll die Zunge vorne entspannt bleiben, nur der hintere Teil darf gehoben werden. Das Bending funktioniert nicht auf allen Kanzellen, aber dafür auf manchen um mehrere Halbtöne (siehe Grafik). Der Blaston muss beim Bending um mindestens einen Ganzton höher sein, als der Ziehton. Je größer dieses Verhältnis ist, umso tiefer kann der Spieler benden.

 Hörbeispiel?/i

Overbend

Blastechnisch werden Overbends (Overblows/ Overdraws) mit demselben Ansatz erzeugt wie das Bending, nur auf anderen Kanzellen (siehe Grafik). Physikalisch unterscheiden sich die Bendings und Overbends grundlegend. Am Beispiel Overblow Kanzelle (6), mit dem man anfangen sollte: Bläst man normal in (6), erklingt wie gewohnt der Blaston G. Hebt man dazu die Zunge wie bei einem starken Bending, schließt zuerst die Blaszunge und bei noch stärkerem Bending fängt die Ziehzunge an zu schwingen. Dies geschieht aber nur, wenn die Stimmzungen recht nahe an den Stimmplatten anliegen, aber nicht zu nahe, sonst spricht die Stimmzunge nicht mehr an. Sowohl die Blasstimmzunge als auch die Ziehstimmzunge müssen dazu optimal eingestellt sein.

Erreichbare Töne einer C-Dur Bluesharp

Unter Anwendung aller Techniken sind jetzt alle Halbtöne erreichbar. Auffallen sollte auch, dass die Trennung der Spieltechniken zwischen der 6. und 7. Kanzelle liegen, wo die Blastöne höher als die Ziehtöne werden.

                          Overblows        Blas-Bendings                                                      Bb                       D#       D# F# A#       Eb Gb H                       C  E  G  C  E  G     C  E  G  C    <=  BlastöneKanzelle :     =>     (1)(2)(3)(4)(5)(6)   (7)(8)(9)(10)(Blasöffnung)          D  G  H  D  F  A     H  D  F  A    <=  Ziehtöne                       Db Gb Bb Db    Ab    C#    G# C#                          F  A                             Ab                         Zieh-Bendings       Overdraws

Interessante Zusammenhänge bezüglich des Bendings:

(BT = Blaston; ZT = Ziehton; HTS = Halbtonschritt)

Kanzelle  1: ZT "D" liegt 2 HTS höher als BT "C" => Bending: DbKanzelle  2: ZT "G" liegt 3 HTS höher als BT "E" => Bending: Gb, FKanzelle  3: ZT "H" liegt 4 HTS höher als BT "G" => Bending: Bb, A, AbKanzelle  4: ZT "D" liegt 2 HTS höher als BT "C" => Bending: DbKanzelle  5: ZT "F" liegt 1 HTS höher als BT "E" => Bending: - (da kein Halbton dazwischen)Kanzelle  6: ZT "A" liegt 2 HTS höher als BT "G" => Bending: Ab            Schemawechsel: (Ziehbending => Blasbending)Kanzelle  7: ZT "H" liegt 1 HTS tiefer als BT "C" => Bending: - (da kein Halbton dazwischen)Kanzelle  8: ZT "D" liegt 2 HTS tiefer als BT "E" => Bending: EbKanzelle  9: ZT "F" liegt 2 HTS tiefer als BT "G" => Bending: GbKanzelle 10: ZT "A" liegt 3 HTS tiefer als BT "C" => Bending: H, Bb

Interessante Zusammenhänge bezüglich des Überblasens:

(OB = Overblow; OD = Overdraw)

Kanzelle  1: OB "D#" liegt 1 HTS höher als ZT "D"Kanzelle  2: -Kanzelle  3: -Kanzelle  4: OB "D#" liegt 1 HTS höher als ZT "D"Kanzelle  5: OB "F#" liegt 1 HTS höher als ZT "F"Kanzelle  6: OB "A#" liegt 1 HTS höher als ZT "A"            Schemawechsel: (Overblow => Overdraw)Kanzelle  7: OD "C#" liegt 1 HTS höher als BT "C"Kanzelle  8: -Kanzelle  9: OD "G#" liegt 1 HTS höher als BT "G"Kanzelle 10: OD "C#" liegt 1 HTS höher als BT "C"

Bekannte Mundharmonika-Produzenten

aktuell

historisch

Literatur

  • Conny Restle: In aller Munde. Mundharmonika, Handharmonika, Harmonium: Eine 200-jährige Erfolgsgeschichte. Staatl. Institut für Musikforschung, Berlin 2003, ISBN 3-922378-20-X
  • Kim Field: Harmonicas, Harps, and Heavy Breathers. The Evolution of the People’s Instrument. Cooper Square Press, New York 2000, ISBN 0-8154-1020-4
  • Christoph Wagner (Hrsg.): Die Mundharmonika. Ein musikalischer Globetrotter. Transit, Berlin 1996, ISBN 3-88747-110-5
  • Robert Lambrecht: Imagination is limitless. Weltreise der Mundharmonika. AbsolutMedien, Berlin 2002, ISBN 3-89848-265-0 (1 Videokassette, VHS, 60 Min.)

Einzelnachweise

  1. Werbeschild Weiss-Harmonicas

 Commons: Mundharmonika – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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