HANDYTARIFER  

Ausleuchtzone

So könnte ein elliptischer Footprint eines Satelliten mit dem Zielgebiet Deutschland, Österreich und Schweiz aussehen. An den Ellipsen ist der benötigte Antennendurchmesser zum Empfang im cm angegeben.

Ausleuchtzone oder Footprint (engl., wörtlich Fußabdruck) ist ein Begriff aus der Satellitentechnik. Darunter versteht man die Abbildung des Empfangsbereichs eines Satellitensignals auf einer Karte, die Ausleuchtzone eines Satelliten. Auf manchen Footprints wird auch die Signalstärke bzw. die daraus errechnete benötigte Antennengröße in verschiedenen Bereichen des Footprints visuell dargestellt. Siehe Bild des hypothetischen Footprint rechts

Footprintkarten werden besonders häufig bei geostationären Satelliten verwendet und dienen zur schnellen Visualisierung, ob es möglich ist, Signale des anvisierten Satelliten in einer Region überhaupt zu empfangen und wenn die Signalstärke angegeben wird, welcher Antennendurchmesser dazu nötig ist. So kann man anhand der Footprints des Thaicom 3 Satelliten erkennen, dass das Signal “Transponder A” des Satelliten Thaicom-3 auch in Deutschland empfangbar ist. “Transponder C” hingegen ist auf den thailändischen Raum beschränkt.

Die Footprintkarten von SES Astra und Eutelsatgeben auch die in Europa benötigte Antennengröße bzw. Signalstärke an.

Ein Footprint kann allerdings nur die prinzipielle Möglichkeit des Empfanges darstellen. Gründe, dass der Empfang nicht möglich ist, sind: zu kleine Satellitenschüssel (Signalstärke reicht nicht für den Empfang mit der zu Verfügung stehenden Antennengröße aus.) oder landschaftliche Beeinträchtigungen (befindet sich der zu empfangene Satellit aus der Sicht des Empfängers nur knapp über dem Horizont, kann ein im Weg befindliches Haus oder Baum den Empfang unmöglich machen).

Ausleuchtzone eines Globalbeams eines geostationären Satelliten mit Elevationen für die Sichtbarkeit.
Maximal bestrahlbare Breite in Abhängigkeit von der Elevation eines Satelliten.

Aufgrund der Strahlengeometrie kann ein sehr weit entfernter Satellit maximal die halbe Erdoberfläche bestrahlen (Ein Geostationärer Satellit kann mit einem sogenannten Globalbeam etwa 42% der Erdoberfläche bestrahlen.[1]) Beispiel: Ein geostationärer Satellit der über 0° steht (wie im Bild links) kann also selbst unter Verwendung des sogenannten Globalbeam nicht in Australien empfangen werden.

Je niedriger die Umlaufbahn ist, desto kleiner ist der maximal bestrahlbare Bereich. Ein geostationärer Satellit mit einer Flughöhe von 36.000 km über der Erde ist bis zu einer geographischen Breite von 82° gerade noch am Horizont zu sehen, bei einer Flughöhe von 1000 km nur noch bei 30° Breite. Bei einer Elevation von 10° reduziert sich die Breite auf 70° bzw. 20°. Die Herleitung der Beziehung findet sich im Artikel Sichtweite.

Siehe auch

Quellen

  1. Hans-Dieter Naumann: Handbuch Satellitenempfang Siebel Verlag, Meckemheim, 1. Ausgabe 2003, ISBN 3-89632-060-2 Seite 23

Installationsassistent für Astra-Antennen
  • Onlinerechner von der SATzentrale
  • Onlinerechner für die Spiegeljustage von Satlex
  • Spiegel schräg montieren
  • © Diese Definition / dieser Artikel zu Ausleuchtzone stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu Ausleuchtzone , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen. © Diese Definition / dieser Artikel zu stammt von Wikipedia und ist lizensiert unter GFDL. Hier können Sie den Original-Artikel zu , die Versionsgeschichte und die Liste der Autoren einsehen.